Auto China 2004

Auto China 2004

— 11.06.2004

Mobil in Fein-Ost

Die großen Autohersteller der Welt versammeln sich zur Zeit in Peking. Allen voran die deutschen Vertreter – inklusive Nobelproduzent Maybach.

Der chinesische Automarkt boomt – und die deutschen Hersteller reiben sich die Hände. Sie produzieren dort allein 700.000 Exemplare der jährlich rund zwei Millionen Neuwagen, ihr Marktanteil liegt bei 36 Prozent. Im Kommen ist auch das automobile Luxus-Segment: So feierte die DaimlerChrysler-Nobeltochter Maybach mit den ersten beiden Kunden ihr chinesisches Debüt auf der "Auto China 2004". "In der zweiten Jahreshälfte 2004 werden wir auch in Peking, Shanghai und Guanzhou Showrooms eröffnen", erklärte Dr. Joachim Schmidt von der Mercedes Car Group bei der Schlüsselübergabe.

DaimlerChrysler kündigte an, ab Mitte 2005 in Peking mit der Produktion von Mercedes-Benz-Limousinen zu beginnen. Von E- und C-Klasse könnten jeweils 25.000 Stück im Jahr produziert werden. Der Stuttgarter Autobauer investiert in China auch mehr als eine Milliarde Euro in die Produktion von Jeeps, Pkw und Nutzfahrzeugen. Sein Joint Venture Beijing Jeep will dieses Jahr mit 40.000 Fahrzeugen seinen Absatz verdoppeln.

Derweil wird Volkswagen auf dem neuen Wachstumsmarkt durch Kapazitätsprobleme ausgebremst. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg der Absatz des Konzerns nur um drei Prozent, während der gesamte chinesische Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent zunahm. Die Probleme werden noch einige Zeit andauern, sagte das für China zuständige Vorstandsmitglied Folker Weißgerber anlässlich der Eröffnung der Messe.

Zur Lösung der Kapazitätsprobleme wird diesen Monat mit dem Bau eines neuen Werkes in Lingang bei Schanghai für 150.000 Autos mit Investitionen von knapp 200 Millionen Euro begonnen. Für zwei Motorenfabriken in Schanghai sowie Dalian mit Gesamtinvestitionen von 540 Millionen Euro wird noch auf die Genehmigung gewartet. In diesem Jahr bringt VW zusätzlich Touran und Caddy auf den Markt; auch über die Einführung anderer Modelle wie des Skoda Octavia wird nachgedacht. Konzernchef Bernd Pischetsrieder bedauerte die Entscheidung seines Vorgängers Ferdinand Piëch, den Polo in China zu produzieren: "Der Markt will ein einfaches großes Auto, und der Polo ist ein komplexer Kleinwagen."

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