Auto China 2006

Auto China: Deutsche im Kommen Auto China: Deutsche im Kommen

Auto China 2006

— 21.11.2006

Reiche Chinesen im Visier

Deutsche Hersteller sind in China wieder im Kommen. 2006 verkauften Audi, VW und BMW über 700.000 Autos. Gerne auch große Schlitten.

Der chinesische Automarkt boomt – und die deutschen Autobauer mit. Das zeigt sich auch auf der "Auto China", der größten chinesischen Automesse (19. bis 29. November 2006). Für Audi etwa soll das Land spätestens 2008 zum zweitgrößten Absatzmarkt überhaupt werden. "China ist bislang unser viertgrößter Markt nach Deutschland, den USA und Großbritannien, aber die Reihenfolge wird sich in ein oder zwei Jahren ändern", sagte Audi-Vertriebsvorstand Ralph Weyler am Rande der Automobilmesse in Peking. Immer mehr reiche Chinesen entscheiden sich für die Marke Audi, die lange vor allem Favorit der höheren Regierungsbeamten war. Im laufenden Jahr 2006 will Weyler dort 80.000 Audi verkaufen, das wären 50 bis 55 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt soll der chinesische Automarkt 2006 um 18 Prozent auf 4,7 Millionen Fahrzeuge wachsen.

Lang-Lang für China: BMW hat in Fernost den 5er gestreckt.

Auch die deutsche Konkurrenz in der Oberklasse legt zu: BMW verkaufte von Januar bis September mit 26.438 Fahrzeugen 56 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und bereits mehr als im gesamten Jahr 2005 (Messe-Highligt: 5er mit langem Radstand). Mercedes kam in den ersten neun Monaten auf ein Plus von 47 Prozent. Doch die Stimmung kann sich auch schnell wieder drehen. Dies hatte VW unlängst zu spüren bekommen – 2005 verzeichnete der lange Jahre erfolgreichste ausländische Autobauer in China einen Absatzrückgang um 11,7 Prozent und schrieb rote Zahlen.

Mit dem Zeug zum Volks-Wagen: VW Bora HS für das Reich der Mitte.

Nun ist der Negativtrend offenbar gebrochen. Markenchef Wolfgang Bernhard betonte, VW sei in China endlich auf dem Weg zu internationalen Qualitätsstandards. "Damit konnten wir den Abwärtstrend stoppen und sogar umkehren. Volkswagen wird in China wieder stark sein." Dazu sollen die Studie Neeza sowie der Bora HS (Golf IV) und der Magotan (Passat) beitragen. Die für 2006 angepeilten 600.000 verkauften Autos seien jedenfalls schon erreicht, so VW. Mit einem Plus von 26 Prozent in den ersten zehn Monaten liegt Vokswagen aber hinter Toyota und Ford, die ihre Verkaufszahlen mehr als verdoppeln konnten.

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