Auto China 2008, Teil 2
— 21.04.2008Auf dem Sprung
Chinas Automarkt wächst pro Jahr zweistellig. So richtig profitieren konnten die einheimischen Autobauer davon bislang aber nicht. Eine Flut von neuen Modellen soll das ändern. AUTO BILD zu Besuch bei Geely, Chery und Co.
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Modernes Design, eigene Technik. Chinas Rückstand schmilzt
So zeigt Geely gleich eine ganze Armada von Neuheiten. Der 3,87 Meter lange CE, ein Fünftürer mit modisch-glatter Front, ginge auch auf Europas Straßen schmerzlos durch den Augen-TÜV. Ein Van namens GE (4,80 Meter lang) durchbricht die übliche Monokultur der Limousinen, und an der Sportwagen-Studie Tiger verweilten mit Wolfgang Egger (Audi), Martin Smith (Ford) oder Peter Pfeiffer (Mercedes-Benz) selbst europäische Designer. Das mächtige Coupé soll tatsächlich gebaut werden – mit einem 3,5-Liter-V6 und 300 PS. Außerdem präsentierte Geely in Peking einen 1,5-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung (118 PS), die erste selbst gebaute Automatik und eine voll variable Ventilsteuerung. Auch wenn solche Messe-Exponate bis zum Marktstart noch Zeit brauchen – Geely befreit sich aus der Abhängigkeit, vor allem japanische Motoren nachzubauen. Ein Schritt, den Koreas Autobauer vor zehn Jahren geschafft haben. Chinas Rückstand schmilzt.Neuheiten-Flut bei Chery und ein frisches Stufenheck bei Roewe
In Peking werden auf breiter Front Triebwerke aus chinesischer Fertigung angekündigt. FAW will noch 2008 einen 1,6-Liter-Hybrid vorstellen, sogar ein V12 sei in Vorbereitung, unter anderem für die Staatslimousine Hongqi. Der Hersteller Chang’An will den Jiexun als Hybrid-Modell für 15 000 Euro bauen. Chery, vor zwei Jahren noch von Chevrolet als Nachbauer des Matiz verklagt, zeigt in Peking die neue Baureihe Faira. Gleich sechs Versionen des Kleinwagens glänzen im Rampenlicht, vom kurzen Dreitürer über Kombi und Stufenheck bis zum Cabrio, das in zwei Jahren für rund 10.000 Euro auf den Markt kommen soll. Bei Roewe, Nachfolger der aufgekauften Marke Rover, steht der neue 550 – eine ansehnliche Stufenhecklimousine, deren Cockpit deutliche Ähnlichkeit mit einem Audi zeigt. Und Brilliance, dessen BS6 im europäischen Crashtest versagte um dann im Verkauf zu floppen, präsentiert neben den bekannten Limousinen erstmals einen Kombi. Verkaufsstart: angeblich Frühjahr 2009.ANZEIGE
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