Auto China Peking 2010: Messe-Rundgang
Die Stars von Peking
Von Krise keine Spur: Auf der Auto China 2010 darf sich das Automobil noch feiern und bewundern lassen – vom Kleinwagen mit fortschrittlichem Antrieb bis zum Luxusschlitten. Die deutschen Hersteller mischen kräftig mit.
Da können die Messemacher in
Detroit,
Leipzig oder
Genf einpacken: Während die Gäste bei ihnen in Zeiten der Krise beinahe im Trauermarsch durch die Hallen schleichen, feiern Maos Erben bei der
Auto China 2010 in Peking eine rauschende PS-Party. Laute Musik, drangvolle Gänge, gleißende Scheinwerfer und ein Geruch aus feuchter Farbe, frischen Blumen und vollen Buffets machen die vielleicht wichtigste Automesse im Jahr zu einem Volksfest. Kein Wunder: Während überall sonst die Zulassungszahlen zurückgehen, wächst die
Nachfrage in China schneller denn je und macht das Reich der Mitte so zum größten Automarkt der Welt. Entsprechend gut gebucht ist der moderne Messepalast am Rande der Hauptstadt: Sieht man einmal von
Chrysler und
Fiat ab, ist eigentlich alles da, was Rang und Namen hat.
In den Vordergrund spielen sich dabei einmal mehr die deutschen Hersteller, die in China die Importe dominieren. Ihre Neuheiten sind auf den chinesischen Geschmack zugeschnitten: Weil hier neun von zehn Limousinen mit gestrecktem Radstand verkauft werden, steht bei Mercedes jetzt zum ersten Mal eine verlängerte
E-Klasse,
BMW schickt den neuen Fünfer in die Verlängerung und
Audi fährt den A8L auf die Bühne. Mercedes macht zudem mit der ziemlich seriennahen Studie
"Concept Shooting Break" schon jetzt Lust auf die zweite Generation des CLS und deren praktischen Ableger. Außerdem gönnen die Schwaben dem
Maybach nach acht Jahren eine Modellpflege und gewinnen so noch einmal etwas Zeit für die Suche nach der Zukunft der Luxusmarke. Bei
Porsche steht der
Panamera als Preisbrecher mit V6-Motor und
VW feiert den "neuen"
Phaeton, an dem sich freilich nur der Kühlergrill, die Leuchten und die Länge der Optionsliste ändern. Denn unter der Haube bleibt alles beim Alten.
Der Chana Green-i EV ist einer von vielen chinesischen Kleinwagen, die auf der Auto China für Aufsehen sorgen.
Doch die Musik spielt in China vor allem am anderen Ende des Marktes: bei den Kleinwagen. Und wo die Europäer noch mit
Elektroantrieben experimentieren, ist das für die Chinesen fast schon selbstverständlich – kaum ein Kleinwagen, aus dem deshalb nicht auch ein Ladekabel hängt. Die elektrische Revolution hat in China mit Autos wie dem Flügeltürer
IG von Geely, dem Zero von MG, dem Green-I von Changan, dem E-COO von FAW oder dem E1 von SAIC schon begonnen. Aber es sind nicht nur die Chinesen, die auf der Messe mit Kleinwagen punkten. BMW hat – zwar noch ohne Designentwurf – in China noch einmal das sogenannte
Megacity Vehicle thematisiert und den Bau des Kleinstwagens für 2013 versprochen. Und bei
Ford zeigt das verführerische
"Start"-Konzept , wie cool ein preiswerter Kleinwagen von 3,70 Metern Länge sein kann. Schade nur, dass das Showcar so nie in Serie gehen wird.
Kommentare zum Artikel (13)
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Dieser Gleagle sieht von hinten aus wie ein 350Z^^
Der Phaeton sieht zum würgen aus :(
Das Geely beim GE nun statt des Rolls-Royce Gesichts nun das Gesicht des Audi Q7 drangemacht hat - macht die Sache nicht besser. Vergleichen Sie mal....
Also, den coole London-Taxi-Verschnitt würd' ich sofort kaufen, der is cool! :-) Sind echt ein paar veritable Sachen dabei (auch: MG!), neben den sprichwörtlichen China Pebbles...
So armselig, ärmlich diese neue VW Phaeton!!!