Auto-Diebstahl

Auto-Diebstahl

— 27.03.2002

Die Homejacker-Masche

Autodiebe brechen in Häuser ein – um an Autoschlüssel zu kommen.

Homejacking heißt die neue Masche der Autodiebe, die es auf Luxuswagen abgesehen haben. Seit elektronische Wegfahrsperren das Kurzschließen unmöglich machen, steigen sie in Häuser ein und suchen gezielt nach den Autoschlüsseln.

"Diese Fälle", so Wolfgang Neher, Leiter des Dezernats für Eigentumskriminalität in der Mercedes- und Porsche-Hochburg Stuttgart, "verzeichnen sprunghafte Steigerungsraten." In Baden-Württemberg stahlen in einem halben Jahr elf Esten auf diese Weise 64 Mercedes S-Klassen, BMW, Porsche und Audi A8. Die Täter sind Profis, die ihre Opfer ausspähen und deren Gewohnheiten studieren.

In Stuttgart klauten Homejacker den Flitzer des Porsche-Entwicklungsvorstands Wolfgang Dürheimer. In München war es die Limousine von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Im Regierungsbezirk Köln (130 Fälle) wurde so der Mercedes-Niederlassungsleiter Manfred Simon seinen CL 500 los. Bei einem Kölner Anwalt landeten die Homejacker einen Volltreffer und erbeuteten die Schlüssel für drei BMW: 7er, Z3 und Z8. In der Nacht darauf fuhren sie mit dem Mercedes S 500 und Audi A6 eines Bankers davon. In Leverkusen mit dem Mercedes CL 600 und 500 SL eines Unternehmers.

Jürgen Robens von der bereits gebildeten Sonderkommission: "Der Schaden geht in die Millionen." Ein Kripo-Ermittler rät, nicht den Helden zu spielen. Die Räuber sind brutal. Und nicht den Schlüssel mit ins Schlafzimmer nehmen. Liegt er im Flur und ist die Haustür abgeschlossen, zahlt die Versicherung.

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