Auto-Elektrik

Kraft-Kur für die Batterie Kraft-Kur für die Batterie

Auto-Elektrik

— 24.01.2003

Kraft-Kur für die Batterie

Kalte Zeiten sind harte Zeiten für den Auto-Akku. Wir geben elf heiße Tipps für eine fitte Batterie.

Batterie-Poker im Winter

Es ist kalt und feucht, so richtig ungemütlich, das Auto parkt über Nacht unter der Straßenlaterne. Und jetzt die bange Morgen-Frage: Springt er an, oder springt er nicht an? Batterie-Poker im Winter. Ein Dreh am Zündschlüssel, müde nölt der Anlasser – zu schwach, um den Motor zu starten. Kein Wunder, die Batterie leistet im Winter Schwerstarbeit.

Ein Akku, der im Sommer volle Leistung bringt, schafft bei null Grad noch etwa 80 Prozent, bei minus 20 Grad bleiben gerade 50 Prozent. Fatal: Gleichzeitig steigt der Strombedarf des Anlassers auf 150 Prozent. Grund: Das eiskalte Öl, dick, zäh und träge, schmiert noch unvollständig. Und auch mit der Batterieladung während der Fahrt klappt es nicht so recht. Licht, beheizbare Heckscheibe oder Sitzheizung brauchen fast allen Strom, der von der Lichtmaschine geliefert wird.

Für die Batterie bleibt kaum etwas übrig. Kein Grund zum Verzweifeln. Ein Akku braucht nur ab und an eine kleine Kraftkur, dann geht er auch nicht in die Knie. Vorausgesetzt, man hat ein technisch einwandfreies Kraftpaket an Bord. Wenn nicht, dann besser einmal investieren, als sich jeden Wintermorgen erneut ärgern. Worauf beim Kauf zu achten ist, verraten wir in in unserem Artikel "Feine Unterschiede".

So bleibt der Akku in Top-Form

Tipps und Tricks, damit Ihre Batterie bei Kälte nicht schlapp macht: • Wichtig ist Sauberkeit. Im Dreck sammelt sich Feuchtigkeit, dadurch entstehende Kriechströme können die Batterie entladen • Keilriemenspannung überprüfen. Rutscht der Keilriemen durch, kann er die Lichtmaschine nicht ausreichend antreiben, die Batterie wird nicht geladen • Der Masseanschluss von der Karosserie zur Batterie muss rostfrei sein. Rost behindert den Stromfluss

• Polklemmen immer sauber halten. Dicke Oxidschichten entfernen, Pole und Klemmen reinigen. Sind die Polklemmen stark angegriffen: austauschen • beschädigte Pole mit einem Polhobel nachschneiden • Pole und Klemmen dünn mit Polfett einreiben. Schützt vor Korrosion und sorgt für besseren Kontakt • Füllstand der Batterie auch bei wartungsfreien Batterien überprüfen. Grund: Im Sommer kann Wasser verdampft sein. Die Bleiplatten müssen bedeckt sein, immer nur destilliertes Wasser nachfüllen

• Mit einem Batterieschnelltester lässt sich der Ladezustand der Batterie prüfen. Er zeigt an, wann sie getauscht werden muss • Ein Thermoüberzug hält die eingebaute Batterie im Winter länger warm. Im Sommer wieder abnehmen, sonst droht Hitzekollaps • Steht das Auto längere Zeit, Batterie ausbauen, warm und trocken lagern. Ein Erhaltungslader hält die Batterie fit (ab 30 Euro) • Von Novitec gibt es den Megapulse (Tel. 06 81-8140 81, www.novitec.de, Preis ab 76,50 Euro,), mit ihm bleiben Batterien länger fit und kältetauglich. Wer diese Handgriffe beherzigt, muss auch bei klirrender Kälte nicht zu Fuß gehen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.