Auto-Highlights 2005

Audi A6 Avant Audi A6 Avant

Auto-Highlights 2005

— 03.12.2004

Es geht voran!

Die Rückkehr der Volks-Wagen: Nach langer Zeit stehen 2005 nicht mehr nur Luxus-Schlitten und Super-Sportwagen im Mittelpunkt. Mit sparsamen Modellen für kleine Geldbeutel versuchen die Autobauer, verlorene Käufer zurückzugewinnen.

Trend geht weg vom Design-Einheitsbrei

Das Autojahr 2004 bot nur wenigen Autobauern Anlaß zur Freude. Es wurde viel gejammert und wenig verkauft. Teure Luxus-Schlitten fanden Bewunderer, aber keine Abnehmer. Traditionelle Bestseller kamen nicht aus den Startlöchern. Hoffnungsfroh macht lediglich der Blick in die weltweiten Entwicklungszentren. Rund um den Globus wird so eifrig getüftelt wie nie zuvor. Inklusive aller Motorvarianten und Facelifts stehen 2005 über 270 Neuheiten auf dem Programm. Einige davon haben durchaus das Zeug zum Bestseller.

Angenehm für alle Kunden: Der Trend geht weg vom Design-Einheitsbrei. Statt glattgelutschter Windkanal-Massenware sind im nächsten Jahr fast ausnahmslos Charakterköpfe angesagt. Ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird dabei der Kombi-Ableger des Audi A6. Auch der Avant fährt eine riesige Kühler-Schnauze durch die Gegend und soll ab März bei den Händlern stehen. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat der Audi-Laster zugelegt. Acht Zentimeter mehr Radstand bedeuten mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Besetzt mit fünf Personen, bleiben 565 Liter Kofferraumvolumen – 110 Liter mehr als beim Vorgänger. Bei umgeklappter Rücksitzlehne sind es 1660 Liter.

Befeuert wird der neue Lifestyle-Laster von den bekannten Audi-Triebwerken. Lediglich auf den Zweiliter-TDI müssen A6-Kunden vorerst verzichten. Für ihn rückt beim Kombi ein brandneuer Common-Rail-Diesel ins Programm, der es bei 2,7 Liter Hubraum auf 180 PS bringt.

VW Passat wird zum schicken Reisemobil

Zurück in die obere Mittelklasse drängt Citroën. Die Franzosen werden auf dem Genfer Automobilsalon mit dem C6 endlich einen Nachfolger für den längst verblichenen XM vorstellen. Das Design des A6-Konkurrenten orientiert sich an der Studie "C6 Lignage", die erstmals 1999 auftauchte. Technisch teilt sich der C6 die Plattform mit dem Peugeot 608, der 2006 den aktuellen 607 ablösen soll.

Ab März bei den Händlern steht der neue VW Passat. Die sechste Generation des Wolfsburger Bestsellers ist nicht wiederzuerkennen. Mit neuem Chrom-Grill und Phaeton-Heck wird der brave Familien-Transporter zum schicken Reisemobil. Seine Motorenpalette reicht vom 115 PS starken Benziner bis zum Fünfzylinder-Diesel aus dem Touareg. Künftig sind die Triebwerke quer eingebaut – das schafft Platz für die Passagiere. Im Herbst kommt der Kombi, der später auch einen kleinen Allrad-Ableger bekommen könnte.

Bei BMW steht das Jahr ganz im Zeichen des neuen 3er, der ab März in recht zivilem Outfit zu den Händlern rollen wird. Für Design-Experimente ist die Baureihe viel zu wichtig. Ein halbes Jahr nach der konsequent auf Leichtbau getrimmten Limousine folgt dann der bei BMW Touring genannte Kombi. Obwohl auch er in seinen Abmessungen zulegt (4,9 Zentimeter mehr Länge), darf man von dem dynamisch gestylten Kombi sicher keine Transport-Wunder erwarten.

Zafira II orientiert sich optisch am Meriva

Besser dran sind da Mercedes-Benz-Kunden. Die Schwaben reagieren mit einer um 43 Zentimeter gestreckten A-Klasse auf die große Nachfrage bei Kompaktvans. Die B-Klasse geht im Juni an den Start. Mit dabei: die bewährten Motoren der A-Klasse und ein stufenweise auf bis zu 1475 Liter erweiterbarer Kofferraum. Trotz üppiger Länge ist eine dritte Sitzreihe nicht vorgesehen. Als erstes Mitglied der kleinsten Mercedes-Benz-Baureihe soll die B-Klasse auch in Amerika verkauft werden. Wichtig für den amerikanischen Markt: der 193 PS starke Zweiliter-Turbo.

Für verschiedenste Transportaufgaben bestens gerüstet ist die nächste Generation des Opel Zafira. Der Kompaktvan-Veteran wird ebenfalls ab Juni in den Verkaufsräumen stehen und soll mit bewährten Tugenden überzeugen. Der Zafira II steht auf der Plattform des Astra Caravan und orientiert sich optisch am kleineren kleineren Meriva. Im Innenraum dürfen Zafira-Kunden endlich die hochwertigen Materialien des Astra erwarten, das bewährte Flex7-System mit der verschiebbaren zweiten und der wegklappbaren dritten Sitzreihe überlebt fast unverändert. Oberhaupt der Zafira-Familie bleibt die sportliche OPC-Version, die ab September sportliche Familienväter anlocken soll. Eine sparsame Erdgas-Version (CNG) folgt im Oktober.

Audi-Ableger Seat wird auf dem Genfer Autosalon einen seriennahen Prototypen des neuen Leon vorstellen. Zu kaufen gibt es den sportlichen Spanier aber erst Mitte des Jahres. Optisch tanzt der Leon II nicht aus der Reihe, das vom Altea vorgegebene Design wird konsequent weitergeführt. Top-Triebwerk ist künftig der von Audi bekannte Benzin-Direkteinspritzer mit Turboaufladung und 200 PS. Ein Allrad-Ableger ist nicht geplant.

Neuer Renault Clio gefällt im Mégane-Look

Schon im März wird Volkswagen den nächsten Golf-Abkömmling nachschieben. Der Golf Plus wurde ursprünglich zum Nachfolger für den Kombi (Variant) erklärt, nach Kundenprotesten zwischenzeitlich aber schon wieder zur einfachen Karosserievariante degradiert. Der Hochdach-Golf greift auf die Bodengruppe des Seat Altea zurück und wird ungefähr zehn Zentimeter höher ausfallen als ein Standard-Golf.

Endlich aus der Krise fahren will Fiat ab Herbst mit der Neuauflage des Punto. Die nächste Generation des kleinen Italieners soll kräftig wachsen und trotzdem kaum teurer werden als sein Vorgänger. Er teilt sich seine Plattform mit dem nächsten Opel Corsa, der erst 2006 starten wird.

Ein Auto für jeden Geldbeutel soll Peugeots neuer 107 werden. Der Flitzer hat mit dem Citroën C1 (Juli) und dem Toyota Aygo (März) je einen französischen und einen japanischen Bruder. Der 107 wird ab September ausgeliefert.

Bis zur Frankfurter Automobilausstellung im September müssen Renault-Fans auf den neuen Clio warten. Technisch nutzt er die Bodengruppe des Nissan Micra, optisch orientiert er sich am kantigen Look des Mégane. Auch ein Großteil der Motoren (ab 1,5 Liter Hubraum) stammt aus dem Nissan-Regal.

Suzuki Swift: Abschied vom biederen Image

Suzuki verabschiedet sich mit dem neuen Swift ab April vom biederen Image. Der kleine Japaner wurde fast vollständig in Europa entwickelt und überrascht mit mutigem Design und kräftigen Motoren. Zum Start werden zwei Benziner (91 und 102 PS) sowie ein Common-Rail-Diesel (70 PS) zur Verfügung stehen.

Zurück zu den Wurzeln kehrt Volkswagen mit dem Fox. Der VW für den kleinen Geldbeutel kommt eigentlich aus Brasilien und soll den Wolfsburgern verlorene Kunden zurückbringen. Basis für den 3,80 Meter langen Spar-VW ist der Polo, die Markteinführung des Fox steht im April an. Das Basis-Modell mit 55 PS wollen die Wolfsburger für knapp 9000 Euro zu den Händlern bringen. Zusätzlich stehen zum Start ein 1,6-Liter-Benziner und ein 1,4-Liter-TDI zur Verfügung. Herbst soll der kleine VW mit dem Crossfox einen Ableger im Offroad-Look an die Seite bekommen.

Mehr als nur ein geländetaugliches Aussehen hat die neue M-Klasse von Mercedes-Benz zu bieten. Der Traditions-Wühler wird bereits im Januar dem amerikanischen Publikum vorgestellt, der Start in Deutschland dürfte allerdings nicht vor April über die Bühne gehen. Wichtigste Änderung: Der bewährte Leiterrahmen hat ausgedient, künftig gibt es bei Mercedes-Benz nur noch Geländewagen mit selbsttragender Karosserie. Die neue Bodengruppe nutzt auch die R-Klasse, mit der die Schwaben Amerika erobern wollen. Der siebensitzige Reisewagen, auch Grand Sports Tourer (GST) genannt, wird ab Herbst in den Ausstellungshallen der Händler stehen. Geplant sind, wie bei der M-Klasse, zwei Radstände. Die 4,91 Meter lange Variante soll in Europa Freunde finden, die 5,15- Meter-Version in Amerika.

Neuauflage des Mazda MX-5 kommt Ende '05

Ein langer Leidensweg geht für Bugatti zu Ende. Ab Mitte 2005 wird im elsässischen Molsheim endlich der Veyron gebaut. Das 1100-PS-Monster sollte eigentlich längst mit über 400 km/h über die Piste donnern – allerdings fehlten bislang von der Einspritzpumpe über ein funktionierendes Aerodynamik-Paket bis hin zum Getriebe passende Bauteile, die der Gewalt des Sechzehnzylinders gewachsen gewesen wären. Inzwischen scheint alles zu funktionieren. Bei einem Preis von einer Million Euro kann man das auch verlangen.

Deutlich billiger bekommt man bei Mazda ab Ende des Jahres die neue Generation des MX-5. Der Kult-Roadster erbt das Fahrwerk des Wankel-Sportlers RX-8 und behält aus Kostengründen sein bewährtes Stoffverdeck.

Opel marschiert trotz amerikanischer Spar-Bemühungen forsch in die Zukunft. Spektakulärste Neuheit ist der Speedster II, der Ende des Jahres kommen wird. Basis für den puristischen Sportler: der Pontiac Solstice.

Komfortabler, nicht aber langsamer dürfte man mit dem neuen Porsche Boxster Coupé unterwegs sein. Der Roadster mit dem festem Blechdach soll ab Herbst bei den Händlern stehen und mit 300 PS wahrlich kein lahmer Einstiegs-Porsche werden.

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