Auto waschen Schritt für Schritt

Auto waschen Schritt für Schritt

Auto waschen

Auf die richtige Pflege kommt es an

Wenige Themen sind bei Autofahrern so umstritten wie das Autowaschen. Die einen verteufeln die Waschanlage, andere die viele Arbeit der Handwäsche. AUTO BILD klärt die Vorurteile auf und gibt nützliche Tipps zur Pflege.
Das Auto regelmäßig zu waschen, ist wichtig, denn wird der Dreck nicht regelmäßig entfernt, kann es an schlecht geschützten Fahrwerksteilen und Blechkanten schnell gammeln. Kaputter Lack mit Kratzern und Abplatzern ist besonders korrosionsgefährdet. Zudem wird die Wirkung von Scheinwerfern, Sensoren und Kameras stark beeinträchtigt – ganz zu schweigen von der schlechten Sicht. Egal, für welche Methode man sich entscheidet – ob Autowäsche in einer Portalanlage oder Waschstraße, Pflege in Eigenregie in der Waschbox oder auf dem Waschplatz – jeder Ort hat seine Vor- und Nachteile. Das Waschen in der Anlage geht schnell – dafür kommen die Bürsten nicht in die verwinkelten Stellen und hinterlassen manchmal unschöne Spuren auf dem Lack. In der SB-Box hingegen kann jeder den Wagen nach seinen eigenen Vorstellungen waschen – dafür ist der Vorgang aber zeit- und arbeitsintensiv. AUTO BILD erklärt, was bei der Autowäsche zu beachten ist und gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Auto waschen Schritt für Schritt

Auto waschen in der Waschanlage

Über das Waschen in der Waschanlage bzw. -straße herrschen unter Autofahrern viele Vorurteile – zum Beispiel über Lack zerkratzende Bürsten. Tatsächlich ist der Lack moderner Autos sehr widerstandsfähig, sodass ihm die Bürsten in der Waschanlage nicht viel anhaben können. Was jedoch passieren kann ist, dass die Bürsten Spuren von Kunststoff auf dem Lack hinterlassen, die wie Kratzer wirken. Heutzutage bestehen die Bürsten fast alle aus Polyethylen. Einem Kunststoff, der Textilfasern sehr ähnlich ist, weswegen die Bürsten auch als Textil-Bürsten bezeichnet werden. Im Zusammenspiel mit dem richtigen Reinigungsmittel droht dem Lack keine Gefahr. Die vielbeklagten Kratzer nach der Autowäsche können vielmehr eine andere Ursache haben: Zum Beispiel Sandkörner und grober Schmutz oder sogar den Dreck des Vorgängers, der noch in den Bürsten sitzt. Die Folge sind die sogenannten Swirls; feine, runde Kratzer. Deswegen sollte das Auto – auch wenn das dem Instinkt widerspricht – am besten bei Regen gewaschen werden. Der Schmutz auf dem Wagen ist dann schon aufgeweicht und teilweise heruntergespült. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Autowäsche in der Waschanlage ist die Vorwäsche, so wird weiterer Dreck abgespült, der nicht mit in die Waschanlage kommt.

Tipps zur Autowäsche in der Waschanlage

Das richtige Waschprogramm wählen: Die Wahl des Waschprogramms hängt in erster Line vom Geldbeutel und den Wetterbedingungen ab. Im Winter empfiehlt sich hin und wieder ein Programm mit Aktivschaum, Heißwachs und Unterbodenwäsche. Preise für normale Wäschen beginnen ab fünf Euro und hören bei der Edelwäsche für 15 Euro auf.
Auto in richtige Position bringen: Fenster und Schiebedach schließen. Bei laufendem Motor Scheibenwischer und vor allem Regensensor aus. Immer auch das Fahrzeug verriegeln, da sonst der Tankdeckel aufspringen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, klappt die Außenspiegel ein. Falls möglich, die Antenne abnehmen. Die genauen Regeln gibt der Betreiber auf einer Tafel vor.
Nachbereiten der Autowäsche: Sofort mit einem Mikrofasertuch trocken wischen, um unschöne Wasserflecken zu vermeiden. Schwer zugängliche Stellen, wie etwa in den Türfängen, von Hand nachreinigen. Tür- und Klappendichtungen erst trocknen und dann mit einem Pflegestift behandeln. Alle Scheiben von innen sowie die Wischerblätter mit Glasreiniger putzen. Beschädigte Lackstellen möglichst schnell mit einem Lackstift verschließen, um Rostbildung zu verhindern. Tipp: Nach der Wäsche den Scheibenreiniger kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.
Waschstraße oder Portalanlage: Ob Waschstraße oder Portalanlage spielt keine Rolle. Das Ergebnis ist in der Regel das gleiche, da beide Anlagen mit den gleichen chemischen Waschmitteln und lackschonenden Bürstenmaterialen arbeiten. Etwas teurer und mit manueller Vorwäsche ist die Waschstraße. Bei der Portalanlage muss der Kunde den Hochdruckreiniger noch selbst in die Hand nehmen.
Rechtslage: Kratzer, abgerissene Scheibenwischer – Schäden in der Anlage können passieren. Grundsätzlich gilt: Der Kunde muss dem Betreiber beweisen, dass der Schaden in der Anlage entstanden ist. Das heißt: Sofort nach dem Verlassen auf eventuelle Schäden kontrollieren, diese direkt beim Personal melden und schriftlich festhalten. Vor der Einfahrt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Hinweise zur Benutzung der Anlage achten. Es kann sein, dass der Betreiber bestimmte außen angebrachte Autoteile von der Haftung ausschließt.

SB-Wäsche in der Waschbox

Die Alternative zur Waschanlage ist die Waschbox bzw. der Waschplatz, wo das Auto exakt nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gewaschen werden kann. Gerade bei älteren Autos ist die Handwäsche unerlässlich, da der Lack weniger widerstandsfähig ist als bei modernen Autos. Um die SB-Wäsche zu starten, erwirbt man je nach Betreiber vorab Münzen oder wirft direkt Kleingeld in einen Automaten, an dem das Waschprogramm gewählt werden kann. Außerdem stehen verschiedenste Reinigungsmittel und -utensilien zur Verfügung. Die meisten Betreiber haben aber auch nichts dagegen, wenn die eigenen Pflegemittel, Lappen und Bürsten mitgebracht werden. Vor dem Einsatz sollte kontrolliert werden, ob die Werkzeuge sauber sind, denn Staub und Dreck können unschöne Kratzer auf dem Lack hinterlassen. Eine gründliche Vorwäsche mit dem Hochdruckreiniger ist auch in der SB-Waschbox das A und O. Wichtig: Auf ausreichend Abstand achten. Etwa 50 Zentimeter Entfernung zwischen dem Beginn des Wasserstrahls und der Oberfläche sind optimal.

Vorgehen bei der Autowäsche in der Waschbox

1. Gründliche Vorwäsche: Zuerst muss das Grobe herunter. Am besten mit dem Hochdruckreiniger, dadurch kommt man auch in versteckte Ecken.
2. Reinigung mit Pflegemittel: Die Karosserie mit Autoshampoo einschäumen und mit der Bürste (auf Sauberkeit achten!) waschen.
3. Abspülen der Rückstände: Reste der Reiniger mit viel Wasser abspülen. Anschließend trocknen und abledern, um Wasserflecken zu vermeiden.
4. Trocknen: Wagen mit der Hand trocknen, um Wasserflecken zu vermeiden.
5. Details nachreinigen: Hartnäckigen Schmutz mit speziellen Reinigern entfernen. Unzugängliche Stellen nachreinigen und trocknen.

Auto zuhause oder auf der Straße waschen

Bundeseinheitliche Regeln fürs Autowaschen auf öffentlichem Grund oder Privatgelände gibt es nicht. Das Grundwasser darf durch Waschen im Freien nicht verunreinigt werden, zum Beispiel durch Chemikalien oder gelöste Kraft- und Schmierstoffreste. Auf unbefestigtem Grund, wo das Abwasser direkt versickert und nicht über die Kanalisation abfließt, ist Autowaschen verboten. Auch auf Privatgrundstücken ist es ohne Ölabscheider und Genehmigung in der Regel nicht erlaubt. Die Entscheidung über die genauen Regelungen treffen jedoch die Kommunen. Im Zweifelsfall sollte man sich also vorher bei der Gemeinde nach den lokalen Regeln und Strafen erkundigen. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen bis zu mehreren Tausend Euro.
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Autoren: Bendix Krohn, Christian Bruns, Lena Trautermann

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