Autoabsatz in Japan gesunken

Autoabsatz in Japan gesunken

— 02.04.2002

Mitsubishi ausgebremst

Die großen Hersteller verzeichneten teilweise hohe Absatzeinbrüche. Mitsubishi meldete gar einen Rückgang von 23 Prozent.

Vor dem Hintergrund der längsten und schwersten Rezession der japanischen Wirtschaft ist der Autoabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (zum 31. März 2002) um 2,6 Prozent auf 5,82 Millionen Fahrzeuge gesunken. Allein im März 2002 seien 7,2 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft worden als vor einem Jahr, teilte der Verband japanischer Autohändler in Tokio mit. Für das neue Geschäftsjahr rechnen die Marktteilnehmer nur mit einem knappen Absatzanstieg.

Bereits in den vorangegangenen Monaten hatte die Autoindustrie niedrigere Verkaufszahlen gemeldet. So war der Autoabsatz im Vorjahresvergleich im Februar um 3,6 Prozent und im Januar um 2,2 Prozent gesunken. Für die langsam wieder steigende Produktion und Ausfuhrquote machen die Experten hauptsächlich die wirtschaftliche Erholung in den USA verantwortlich. Dort unterstützen die Automobilhersteller den Verkauf durch Kundenanreize wie eine Niedrigzinsstrategie oder hohe Rabatte bei Sofortzahlung. Für das am 1. April begonnene Geschäftsjahr erwartet die Branche einen Absatz, der lediglich knapp über dem des abgelaufenen Jahres liegen soll. Für den heimischen Markt prognostizierte die Vereinigung der japanischen Automobilhändler einen Verkauf von 5,86 Millionen Wagen.

Einen der höchsten Absatzeinbrüche verbuchte 2001/2002 in Japan Mitsubishi Motors mit einem Rückgang von 23 Prozent auf 207.539 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr. Japans größter Autobauer Toyota verbuchte ohne Berücksichtigung seiner Lkw-Sparte einen 5,1-prozentigen Rückgang auf 1,68 Millionen Fahrzeuge. Dagegen konnte Japans zweitgrößter Hersteller Honda einen 23-prozentigen Zuwachs auf rund 591.484 Wagen verzeichnen.

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