Statistik:

Autobahn-Notrufsäulen: Statistik 2013

— 23.04.2014

Alle 7,5 Minuten ein Notruf

Die Autobahn-Notrufsäulen haben auch im Handyzeitalter noch ihre Berechtigung: Rund 120.000 Notrufe wurden im Jahr 2013 abgesetzt.

Die Top Ten der Autobahnen mit den meisten Notrufen im Vergleich (Klick aufs Bild zum Vergrößern).

Die Notrufsäulen-Betreibergesellschaft "GDV Dienstleistungen" hat ihre Notrufsäulen-Statistiken für das abgelaufene Jahr 2013 veröffentlicht. Insgesamt 16.847 orangefarbene Säulen stehen alle zwei Kilometer an deutschen Autobahnen – an ihnen wurden von Januar bis Dezember 2013 exakt 72.428 Pannen- und Notrufe wegen Autopannen und Unfällen abgesetzt. Darüber hinaus kam es zu 45.414 Alarmen wegen gefährlichen Zwischenfällen wie zum Beispiel Böschungsbränden oder Falschfahrern. Das ergibt insgesamt 117.842 Notrufe, also statistisch gesehen einen Notruf alle siebeneinhalb Minuten.

Die meiste Notrufe kommen aus NRW und Bayern

Auch wenn die meisten Notrufe erfahrungsgemäß von den längeren und viel befahrenen Autobahnen wie A3, A7, A2 und A1 kommen – mit 19,8 Notrufen pro Kilometer Streckenlänge führt die A66 die Kategorie Notrufdichte an. In der Top Ten der Notrufe steht sie auf Platz zehn. Die A650, der Zubringer zur A61 zwischen Bad Dürkheim und Ludwigshafen, folgt mit 18,2 Notrufen pro Kilometer. Mit elf Notrufen pro Kilometer liegt der Autobahnabzweig Veddel bei Hamburg (A255) auf Platz drei. Allerdings ist dies ein statistischer Ausreißer, der auf der Kürze der Strecke (2,4 Kilometer) und nicht auf der Menge der Notrufe beruht.

Im nördlichen Teil Deutschlands ballen sich die Notrufe in Nordrhein-Westfalen.

Am wenigsten Notrufe lieferte die A542 (Streckenlänge: sechs Kilometer) im Rheinland zwischen Monheim und Langenfeld mit 0,2 Notrufen pro Kilometer. Es folgen gleich drei Stadtumfahrungen mit jeweils 0,3 Notrufen pro Kilometer: die A562 (Südumfahrung Bonn, vier Kilometer), die A293 (Westumfahrung Oldenburg, neun Kilometer) sowie die neun Kilometer lange A143, Westumfahrung Halle (Saale). "Auf jedem der insgesamt fast 13.000 Autobahnkilometer verzeichneten wir 2013 im Schnitt 5,6 Notrufe", sagte Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV DL, die in Hamburg alle eingehenden Notrufe betreut.

Die meistgenutzten Säulen sind an der A7 und der A30

Im Süden liegen die Brennpunkte hauptsächlich im nördlichen und westlichen Bayern.

125 Mal wurde die Autobahn-Notrufsäule Nr. 19.829 an der A7-Ausfahrt Langenau in Fahrtrichtung Würzburg genutzt. 121 Notrufe gingen in Nordrhein-Westfalen von der Säule Nr. 798 ab, sie steht an der A30 zwischen den Ausfahrten Kirchlengern und Löhne in Richtung Bad Oeynhausen. Auch wenn die Zahl der Notrufe im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig ist (minus 2,3 Prozent), haben sie auch im Handy-Zeitalter noch eine hohe Bedeutung. "Das zeigt", so Beermann, "das große Vertrauen, das die Autofahrer in die Autobahnnotrufsäulen haben, wenn sie unbedingt und verlässlich wichtige Informationen über gefährliche Ereignisse melden." Und im Gegensatz zu Handys haben Notrufsäulen immer Empfang.

Autor: Jonathan Blum

Stichworte:

Autobahn GDV

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