Autobahnnetz wächst 2015 um 50 Kilometer

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Autobahnnetz wächst 2015 um 50 Kilometer

— 08.01.2015

13.000 Kilometer Autobahn

Das deutsche Autobahnnetz wächst 2015 um 50 auf fast 13.000 Kilometer Länge. Unterdessen treibt Verkehrsminister Dobrindt den privaten Ausbau  der Autobahnen voran.

(mit dpa) Nachdem das deutsche Autobahnnetz im vergangenen Jahr nur um 20 Kilometer wuchs, kommen 2015 knapp 50 Kilometer dazu. Verläuft alles nach Plan, wächst das Fernstraßennetz auf rund 12.960 Kilometer, teilte der ADAC mit. Zwei lang erwartete Lückenschlüsse erleichtern den Autofahrern das Leben. Im Norden Thüringens wird im Sommer 2015 auf der A71 Erfurt – Dreieck Südharz das elf Kilometer lange Teilstück zwischen Sömmerda-Ost und Etzleben fertig. Damit ist diese Autobahn auf einer Länge von 218 Kilometern durchgehend von Schweinfurt über Suhl und Erfurt bis zum Dreieck Südharz (Anschluss A38) befahrbar.
Deutsche Autobahnen: Tipps und Regeln

Auf der A23 Hamburg – Heide in Schleswig-Holstein wird der fehlende Abschnitt zwischen Itzehoe-Süd und Itzehoe-Nord eröffnet.

Das zweite Projekt 2015 betrifft die A23 Hamburg – Heide in Schleswig-Holstein. Dort wird voraussichtlich im Dezember der letzte, fehlende Abschnitt mit sieben Kilometern Länge zwischen Itzehoe-Süd und Itzehoe-Nord eröffnet. Weiter voran geht es mit dem Ausbau der A14 Schwerin – Magdeburg. Nachdem im Oktober 2014 das erste, sechs Kilometer lange Teilstück zwischen Kolbitz und Wolmirstedt eröffnet wurde, kommen im Verlauf des Jahres zwei weitere Abschnitte hinzu: im Sommer die 16 Kilometer lange Trasse Schwerin – Grabow und im Dezember das 13 Kilometer lange Teilstück Groß-Warnow – Karstädt. Die 156 Kilometer lange Verbindung wird jedoch nicht vor 2020 fertig sein.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will neue Autobahnteilstücke von privaten Anlegern finanzieren lassen.

Unterdessen hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigt, mit Geld von privaten Anlegern den Ausbau von Deutschlands Autobahnnetz vorantreiben. Wie aus einem Papier des Ministeriums hervorgeht, sollen etwa Versicherungen oder Rentenfonds in großem Stil neue Teilabschnitte von Autobahnen finanzieren und dann auch instandhalten. Das Ministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der BILD-Zeitung. Im Gespräch sind schon eine Reihe von möglichen Projekten – zum Beispiel in Bayern der Ausbau der A3 zwischen Biebelried und Erlangen, in Nordrhein-Westfalen die A57 zwischen Köln und Moers oder in Niedersachsen die A26. In Baden-Württemberg käme die A6 in Frage, im Norden von Berlin die A10 und A24. Die Kosten dafür liegen, je nach Strecke, zwischen etwa 400 Millionen und 1,25 Milliarden Euro. Nach Dobrindts Plänen soll sich die Rendite der Privatinvestoren danach richten, wie schnell die Strecken fertig werden und ob sie im Laufe einer Vertragsdauer von 30 Jahre möglichst ohne Baustellen sind. "Bei Einschränkungen werden die monatlichen Vergütungen reduziert", heißt es in dem Papier.

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