Autodiebstahl: Internationale Fahndungsaktion

Autodiebstahl: Internationale Fahndungsaktion

— 18.09.2013

Europaweite Langfinger-Jagd

25 EU-Staaten und die Schweiz fahnden gemeinsam nach geklauten Autos. Solche internationale Maßnahmen seien dringend nötig, sagt das BKA.

18.554 Autos wurden 2012 in Deutschland geklaut – und nicht mehr wiedergefunden. Der Großteil davon ist vermutlich irgendwo in Südost- oder Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten gelandet. Hier sei die Nachfrage nach Autos und Fahrzeugteilen "anhaltend hoch", berichtet das Bundeskriminalamt (BKA). Deswegen, und weil die Langfinger keine Probleme mit der modernen Diebstahlsicherungs-Technik hätten, sei auch nicht zu erwarten, dass in Zukunft weniger Autos geklaut würden.

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Um organisierten Autobanden das Handwerk zu legen, hat Litauen eine internationale Fahndungsaktion organisiert.

Litauen, das derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, möchte dem entgegenwirken und hat eine internationale Fahndungsaktion in 25 europäischen Staaten und der Schweiz koordiniert. In Deutschland kontrollierten die Polizeien der Länder und die Bundespolizei vom 10. bis 13. September 2013 mehrere Tausend Fahrzeuge. Und wurden fündig: Sie stellten 16 Fahrzeuge im Wert von zirka 250.000 Euro, Rauschgift, Waffen und gefälsche Dokumente sicher, mehrere Personen wurden festgenommen. Außerdem halfen die deutschen Polizisten ausländischen Behörden bei der Überprüfung von 150 Autos,  26 davon waren gestohlen.

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BKA-Präsident Jörg Ziercke bezeichnete regelmäßige, zwischen europäischen Staaten abgestimmte Kontrollmaßnahmen als "unerlässlich", um dem organisierten Autodiebstahl entgegenzuwirken. Denn die Autos werden von den Langfingern, die meist aus Litauen oder Polen stammen, häufig sofort über die Grenze gefahren. Das erschwere die Fahndung erheblich, internationales Vorgehen sei gefragt, so Ziercke. Dass die Aktion ausgerechnet von einem der Haupt-Transitländer, nämlich Litauen, ausging, findet er besonders gut: "Es ist zu begrüßen, dass Litauen seine EU-Ratspräsidentschaft nutzt, um derartige Fahndungsaktionen zu koordinieren."

Autor: Maike Schade

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