Neuerungen für Autofahrer 2017

Autofahrer-Regeln für 2017

— 21.12.2016

Was Autofahrer 2017 beachten müssen

Neue Regelungen für Rettungsgasse, Ruhezonen, Radfahrer: Das und vieles mehr ändert sich im Straßenverkehr im Jahr 2017. AUTO BILD gibt eine Übersicht!

Neues Jahr, neue Verkehrsregeln: 2017 müssen sich Autofahrer, Biker und Radler in Deutschland auf einige Änderungen einstellen. So gilt eine einheitliche Regelung für Rettungsgassen auf Autobahnen, es drohen höhere Bußgelder, die Führerscheinprüfungen werden teurer und radelnde Eltern dürfen bei ihren Sprösslingen bleiben.

Die wichtigsten Änderungen

Für Rettungsgassen auf Autobahnen gibt es ab 2017 eine einheitliche Regelgung für jede Anzahl an Spuren.

Eindeutige Rettungsgasse: Auf Autobahnen sowie außerorts auf Straßen mit mindestens zwei Streifen pro Richtung gilt künftig: Sobald Autos mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder es Stillstand gibt, müssen sie eine Rettungsgasse zwischen der äußersten linken Spur und der unmittelbar rechts daneben bilden. Bei drei oder vier Spuren fahren also die Autos auf dem linken Streifen nach links und alle anderen nach rechts. Bisher sollte etwa bei vier Spuren die Gasse in der Mitte gebildet werden. "Diese Regelung schafft Klarheit und wird die Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer erhöhen", sagt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR).

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Bußgelder: Wie der ACE berichtet, soll die verbotene Handy-Nutzung teurer und der Bußgeld-Katalog um Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen erweitert werden. Das Schreiben von Kurznachrichten soll ebenso aufgenommen werden. Zudem dürften die Bußgelder für Raser noch in der laufenden Legislaturperiode deutlich steigen, vor allem wenn Menschenleben gefährdet wurden. Außerdem sind schärfere Maßnahmen gegen Gaffer und Teilnehmer an illegalen Straßenrennen in der Planung. Pkw-Maut: Ob die lang diskutierte Pkw-Maut noch in diesem Jahr kommt, ist noch unklar. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet sie nicht vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode (September 2017).

Bußgelder im Ausland

Gigaliner bekommen 2017 noch mehr Platz auf deutschen Straßen.

Mehr Platz für Gigaliner: Nach Auslaufen des Feldversuchs Ende 2016 dürfen die 159 Lang-Lkw ab 1. Januar 2017 fast auf dem gesamten freigegebenen Streckennetz unterwegs sein. Zurzeit dürfen laut ACE etwa 60 Prozent des Autobahnnetzes von überlangen Trucks befahren werden. Nachdem auch Rheinland-Pfalz seine Vorbehalte aufgegeben hat, sind Berlin und das Saarland die einzigen Bundesländer, in denen die sogenannten Gigaliner nicht fahren dürfen. Rollstühle sichern: Ab dem 1. Februar 2017 wird der Bußgeldkatalog erweitert. Werden ein vorgeschriebenes Rollstuhl-Rückhaltesystem oder ein Rollstuhlnutzer-Rückhaltesystem während der Fahrt nicht angelegt, droht eine Verwarnung in Höhe von 30 Euro.

IAA NFZ 2014 Hannover: Feldversuch mit Lang-Lkw

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Mehr 30er-Zonen: Zukünftig sollen Gemeinden eine 30er-Zone vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen leichter einrichten können, auch wenn diese an Hauptstraßen liegen. Dies kann zum Beispiel damit begründet werden, dass es sich zum Beispiel um einen Unfallschwerpunkt handelt. Auf Hauptverkehrsstraßen waren die Hürden für eine Absenkung auf Tempo 30 bislang sehr hoch. Neue Regionalklassen: Knapp 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland profitieren nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) künftig von besseren Typklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Rund 4,8 Millionen werden heraufgestuft. Für weitere 28,5 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleiben die Regionalklassen des Vorjahres erhalten.

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Steigende Gebühren für Führerschein: Die theoretische Prüfung soll künftig 11,90 Euro statt rund 11 Euro kosten. Für die inzwischen übliche Prüfung am Computer werden zukünftig 10,60 Euro fällig. Für die Abnahme der praktischen Pkw-Prüfung müssen 91,50 Euro bezahlt werden. Die praktische Motorrad-Prüfung verteuert sich auf 121,38 Euro.

Die Kosten für die Hauptuntersuchung steigen nach acht Jahren erstmals wieder.

Teurere HU: Ebenfalls teurer wird die Hauptuntersuchung, nach acht Jahren Preisstabilität. Je nach Bundesland werden künftig Gebühren in Höhe von 35 Euro und 54,86 Euro erhoben. Euro 4 für Motorräder: Neue Motorräder und Kleinkrafträder können ab Januar 2017 nur noch dann zugelassen werden, wenn sie den Schadstoffvorgaben der Euro 4 entsprechen. Gegenüber der bislang geltenden Euro-3-Norm verringert sich der Emissionsausstoß um mehr als die Hälfte. Der maximale Geräuschpegel darf bei Motorrädern über 175 Kubik nicht mehr als 80 dB(A) betragen. Die Neureglung gelten jedoch nur für Erstzulassungen, alte Bikes genießen Bestandschutz.

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E-Bikes auf Radwegen: E-Bikes, die bis Tempo 25 elektrisch fahren können, sollen ab 2017 auch auf den Radwegen rollen. Kenntlich gemacht werden soll dies mit einem neuen Verkehrsschild "E-Bikes erlaubt". Die schnelleren S-Pedelecs jedoch sind davon ausgenommen. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fürchtet, dass künftig S-Pedelecs mit einer Unterstützung bis 45 km/h auch auf den für E-Bikes freigegebenen Radwegen unterwegs sind, da die Definition nicht eindeutig genug sei. Radelnde Eltern: Bislang mussten Eltern, die kleine Kinder begleiten, auf dem Radweg oder der Fahrbahn fahren, während die Kinder mit ihrem Rad den Fußweg nutzen durften. Dies ändert sich ab 2017, die Aufsichtspersonen dürfen an der Seite ihrer Sprösslinge bleiben. Daneben können Kinder unter acht Jahren wählen, ob sie alternativ zum Gehweg einen baulich getrennten Fahrradweg benutzen. Ampeln für Radfahrer: Bislang galten für Radler die Fußgängerampeln, wenn an Ampelkreuzungen keine eigenen Lichtzeichen für Radler vorhanden waren. Künftig gilt nach Paragraf 37 Abs. 2 Satz 6 StVO: "Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten." Auf Radwegen gelten die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr.

Verschärfte Bußgelder im Ausland: Italien und die Niederlande heben laut ADAC zum 1. Januar 2017 die Sanktionen für Verstöße im Straßenverkehr an. Wer in Italien ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, dem droht künftig ein Führerscheinentzug von bis zu zwei Monaten. Für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse würde dies einem Fahrverbot in Italien gleichkommen. In Frankreich besteht für Motorradfahrer seit 20. November 2016 eine Handschuhpflicht. Maut im südlichen Ausland: Die österreichischen Mautgebühren für 2017 haben sich laut ADAC leicht erhöht. Der neue Preis für die Pkw-Jahresvignette beträgt 86,40 Euro (plus 70 Cent), für zwei Monate 25,90 Euro (plus 20 Cent) und das Zehn-Tages-Pickerl kostet 8,90 Euro (plus 10 Cent). Für Motorradfahrer kostet die Jahresvignette nun 34,40 Euro (plus 30 Cent), die Zwei-Monats-Vignette 13 Euro (plus 10 Cent) und die Zehn-Tages-Vignette nach wie vor 5,10 Euro. Stabil dagegen sind die Preise für 2017 in der Schweiz (38,50 Euro) und in Slowenien: Ein Jahr Pkw-Maut kostet 110 Euro, ein Monat 30 Euro und sieben Tage 15 Euro.

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