Autofreier Sonntag in Norditalien

Autofreier Sonntag in Norditalien

— 26.02.2007

Per pedes statt Mercedes

In Norditaliens Städten herrscht dicke Luft. Erstmals wurde flächendeckend ein autofreier Sonntag durchgesetzt.

/dpa Mit einem groß angelegten Fahrverbot haben die Regionen Norditaliens am Sonntag (25. Februar) ihren Kampf gegen die chronische Luftverschmutzung fortgesetzt. Wie das staatliche italienische Fernsehen berichtete, ruhte der Autoverkehr in mehr als 150 Städten und Kommunen im Piemont, der Lombardei sowie in Südtirol und Venetien. Ausgenommen seien besonders schadstoffarme Autos sowie Busse und Taxis, hieß es weiter. Es handele sich um die erste flächendeckende Aktion dieser Art in Italien.

Von Turin bis Brescia, von Mailand bis ins Aostatal seien die Menschen in den Innenstädten auf Fahrräder umgestiegen oder zu Fuß gegangen. Zumeist dauerte das Fahrverbot zwischen acht und zehn Stunden. Insgesamt seien mehr als vier Millionen Menschen betroffen, hieß es. Auf Autobahnen und Landstraßen durfte der Verkehr dagegen weiter fließen. In Norditalien und besonders in der Poebene gilt die Luft seit vielen Jahren als besonders belastet, vor allem im Winter. Auch Städte wie Rom, Florenz und Neapel kämpfen seit Jahren mit Sonntags-Fahrverboten gegen die Umweltverschmutzung, allerdings ohne durchgreifenden Erfolg.

Autor: Jan Kretzmann

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