Autohändlern droht Pleitewelle
— 12.11.2009Schwere-Leasing-Altlasten
Der Autohandel in Deutschland gerät durch gravierende Leasing-Altlasten unter Druck. Jedes Jahr verliert er einen Milliardenbetrag. Schuld daran ist nach Ansicht eines Experten die Strategie der Hersteller.
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Schuld an der Entwicklung seien die Hersteller. "Man hat auf Wachstum und steigende Preise gesetzt", sagt Kuckartz. Eine krasse Fehleinschätzung: Nur das Rabattniveau sei gestiegen. Und so prognostiziert der ZDK ein Händlersterben im kommenden Jahr – wenn nicht die Hersteller eingreifen. Vorbild könnten hier Mercedes und Audi sein. Der schwäbische Autobauer übernimmt seit 1. November 2009 das komplette Restwertrisiko, Audi beteiligt sich mit 50 Prozent an möglichen Verlusten. Über die Kosten der Händlerunterstützung schweigen beide Hersteller.Interview mit ZDK-Vorstand Fritz Kuckartz
AUTO BILD: Herr Kuckartz, warum sind zu hohe Restwerte eine Gefahr für den deutschen Kfz-Handel? Kuckartz: Die Händler stehen für die Restwerte der Autobanken gerade. Sie verlieren bei einem Leasing-Rückläufer wie dem Audi A6 momentan bis zu 5000 Euro. Das bedeutet: Es wird eng im nächsten Jahr. Warum wurden die Restwerte zu hoch angesetzt? In den vergangenen Jahren wurde das Geschäft auf Pump gemacht. Statt notwendiger hoher Rabatte wurden die Restwerte erhöht, um niedrige Raten anbieten zu können. Gibt es Fabrikate, deren Händler besonders stark leiden? Es trifft vor allem die Premiumhersteller. Aber auch VW-Händler sind stark betroffen, weil sie viele Flotten- und Leasinggeschäfte machen.
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