Die größten NOx-Sünder

autohaus24: Nachfrage nach Dieseln und Benzinern – Update

— 12.10.2015

Nachfrage nach Dieseln steigt etwas

Die Nachfrage nach Euro-6-Dieseln hat wieder angezogen. Vom Normalniveau ist sie aber noch weit entfernt, wie die aktuelle Auswertung von autohaus24 zeigt.

Während bei VW, Seat und Audi die Nachfrage einbricht, wirkt sich der Skandal bei Skoda kaum aus. 

Die Verunsicherung bei den deutschen Autokäufern ist nach wie vor groß. Das zeigt die aktuelle Auswertung von autohaus24. Demnach ist die Nachfrage nach Diesel-Neuwagen seit Bekanntwerden des Abgasskandals bis zum 6. Oktober 2015 um 15 Prozent gesunken – und zwar über alle Marken hinweg. Bei den Volkswagen-Marken VW, Audi, Seat und Skoda gingen die Konfigurationen um 18 Prozent zurück. Am zurückhaltendsten sind die Kaufinteressenten laut autohaus24 bei der Kernmarke VW, hier gingen die Anfragen um ein Drittel zurück (29 Prozent). Sehr skeptisch sind sie auch bei Audi (minus 21) und bei Seat, wo die Nachfrage um 16 Prozent sank. Kaum spürbar sind dagegen die Auswirkungen bei der Marke Skoda: Laut dem Autoportal ist die Nachfrage mit minus einem Prozent nahezu unverändert. 

VW Dieselgate: Diese Modelle sind manipuliert

Auch Euro6-Diesel werden misstrauisch beäugt

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'Würden Sie jetzt einen Diesel kaufen?'

Unterm Strich zeigt sich also, dass sich die Situation wieder etwas normalisiert hat; in der vergangenen Woche war die Nachfrage markenübergreifend um 20, bei VW-Marken um 22 Prozent eingebrochen. Dennoch scheinen viele Autofahrer nach wie nd auch grundsätzlich Dieselfahrzeugen gegenüber skeptisch zu sein, auch wenn es sich nicht um Volkswagen-Fahrzeuge und um Euro6-Diesel handelt, die laut Hersteller "definitiv" nicht manipuliert wurden. Kurz: Alles, was Diesel ist, wird misstrauisch beäugt. 

Abgasskandal bei VW: Fragen und Antworten

Worum geht's beim Abgasskandal?

Mitte September 2015 erhebt die US-Umweltbehörde EPA schwere Vorwürfe gegen Volkswagen. Zunächst heißt es, VW habe beim Motor EA 189 (1.2, 1.6 und 2.0 TDI) eine Software eingesetzt, die den Ausstoß schädlicher Abgase auf dem Prüfstand drosselt, im Normalbetrieb aber nicht. VW gibt das zu.

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Alles zum Abgasskandal

Wechsel zum Benziner nicht unbedingt sinnvoll

Die Nachfrage nach Benzinern ist nach wie vor stabil, legte in der vergangenen Woche bei Autohaus24 sogar um sechs Prozent zu. Nur wegen des Abgasskandals vom Selbstzünder auf einen Ottomotor zu wechseln, ist laut Carolin Gabor von autohaus24 aber nicht sinnvoll: "Die Frage nach Diesel vs. Benziner stellt sich grundsätzlich und ist abhängig von der Fahrzeugnutzung." Grob gesagt: Wer häufig lange Strecken fährt, ist in der Regel mit einem Diesel gut bedient, wer eher auf Kurzstrecken unterwegs ist, sollte lieber einen Benziner wählen. Gabor: "Jetzt auf einen Benziner umzusteigen, obwohl der Dieselmotor im individuellen Fall ökonomischer wäre, empfehlen wir nicht."

Die größten NOx-Sünder

Neuwagenkauf lieber nicht hinausschieben

Carolin Gabor rät auch davon ab, den geplanten Kauf eines Neuwagens hinauszuschieben. Mit weiteren Preisnachlässen ist ihrer Einschätzung nicht zu rechnen, da Euro-6-Diesel nach aktuellem Wissenstand nicht vom Abgasskandal betroffen sind. Es sei also unwahrscheinlich, dass diese Selbstzünder in einigen Monaten günstiger angeboten werden. Im Gegenteil: "Typischerweise loben Hersteller vieler Marken im letzten Quartal Prämien für den Kauf eines Neuwagens aus. So auch in diesem Jahr. Ein Neuwagenerwerb auf das nächste Jahr zu schieben, kommt deshalb meist teurer."

Autor: Maike Schade

Stichworte:

Abgasskandal Diesel

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