Automarkt nach Erdbeben

Autoindustrie nach Erdbeben

— 15.03.2011

Engpässe möglich

Nach der Naturkatastrophe in Japan sind wichtige Industriezweige großteils lahmgelegt – darunter auch die Autoindustrie. Informationen für Käufer japanischer Autos.

(dpa) Japan kämpft gegen die Folgen der Erdbeben- und Atomkatastrophe (Foto oben: ausgebrannte Neuwagen am Hafen von Hitachi nach dem Tsunami). Wichtige Industriezweige sind großteils lahmgelegt, weil Werke schließen mussten. Zwar bekommen die Verbraucher bereits bestellte japanische Autos oder Elektronikartikel noch – das kann sich allerdings bald ändern. Die Nachrichtenagentur dpa erklärt, worauf sich Käufer japanischer Autos hierzulande einstellen müssen.

Werden japanische Autos noch pünktlich ausgeliefert? Bisher schon. "Einen Produktionsstopp von ein paar Tagen wird man in Deutschland nicht spüren", sagt der Geschäftsführer des Verbands der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Thomas Almeroth. Das kann sich allerdings ändern, wenn sich die Produktionsstopps verlängern, weil die Zulieferer wegbrechen. Momentan ist der Markt aber zum größten Teil abgedeckt. Wie kommt das? Das liegt daran, dass die meisten japanischen Automarken auch in Deutschland und Europa Produktionsstätten haben, sagt der VDIK. Die meisten der in Europa verkauften Autos werden auch in Europa hergestellt. Bei Nissan und Honda sind es 80 Prozent, bei Toyota fast alle. Die meisten Importwagen kommen über den Seeweg nach Deutschland. In Japan sind zwar im Nordosten mehrere Häfen durch die Naturkatastrophe zerstört worden. Bei Mazda Deutschland hat man aber keine Sorge, da über die südliche Route Richtung Taiwan die Fahrzeuge verschifft werden – abseits des Katastrophengebiets. Weil die Transportwege der Autos sehr lang sind, lässt sich erst in zwei oder drei Monaten sagen, ob es Engpässe gibt. Autos, die dann bestellt werden, kommen vielleicht später an.

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