Autohändler

Autokauf

— 14.12.2009

Rabatte beim Neuwagenkauf

Neuwagenkäufer erhalten oft nicht den Rabatt, den sie erwarten. Im Schnitt sind es 13 Prozent Nachlass auf den Listenpreis. Die höchsten Rabatte erzielen Autokäufer im Alter zwischen 41 und 50.

Viele Neuwagenkäufer stellen sich den Autokauf derzeit so vor: In den Showroom marschieren, 20 Prozent Nachlass rausschlagen, zufrieden nach Hause gehen. Doch Wunsch und Realität klaffen auseinander. 13 Prozent Nachlass gegenüber dem Listenpreis erzielen Autokäufer aktuell durchschnittlich beim Erwerb eines Neuwagens. "Dies ist viel, aber doch deutlich weniger als viele vermuten und erwarten", sagt Michael Mandat, Chef der Unternehmensberatung Progrenium, die 2000 Personen vor und nach dem Autokauf befragte. Grundsätzlich gingen viele Kunden mit falschen Vorstellungen zum Händler. So glaubten immerhin über 15 Prozent, sie würden beim Neuwagenkauf über 20 Prozent Nachlass rausschlagen, was faktisch nur in Ausnahmefällen zu erzielen sei. Insgesamt erwarten die Kunden durchschnittlich 16 Prozent Rabatt, drei Prozent mehr als das durchschnittlich erzielte Endergebnis.

Ältere Käufer verhandeln besser

Dabei kommt es nicht zuletzt auf das Verhandlungsgeschick des Autokäufers an. Einzelne Gruppen verhandeln Auge in Auge mit dem Händler besser als andere. Die 41- bis 50-Jährigen erzielen am Ende die höchsten Nachlässe. Sie zahlen durchschnittlich für ihren Neuwagen 14,2 Prozent unter Listenpreis. Käufer unter 30 sind die schlechtesten Schnäppchenjäger. Sie holen im Schnitt lediglich 11,6 Prozent bei den Preisverhandlungen heraus. Noch schlechter beim Feilschen sind Frauen. Sie landen im Schnitt bei 11,3 Prozent unter Listenpreis.

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Auch bei den Marken machten die Analysten deutliche Unterschiede bei den Nachlässen aus: Am stärksten werden die Käufer von deutschen Premium-Herstellern frustriert. Sie glauben im Schnitt, einen Bar-Rabatt von 16,2 Prozent zu erzielen. Am Ende liegt das Ergebnis bei relativ mageren 10,8 Prozent. Audi, BMW und Mercedes gelingt es laut Progrenium am Besten, sich in der Rabattschlacht gegen die Kunden durchzusetzen. Einfacher haben es da die Interessenten an deutschen Volumenherstellern. Dieser Käuferkreis geht mit einer Rabatterwartung von 15 Prozent in die Verhandlungen mit dem Händler und schafft im Schnitt einen Bar-Nachlass von 14,5 Prozent. Damit räumen die deutschen Volumenhersteller sogar höhere Rabatte ein als die asiatischen Importeure, die auf eine durchschnittliche Nachlassquote von 14,1 Prozent kommen. Europäische Importeure geben im Schnitt 11,9 Prozent Rabatt.

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