Autokauf

Ratgeber Kauf – Schnäppchenjagd zu Jahresbeginn

Autokauf

— 21.01.2005

Tips für Schnäppchen-Angler

Neues Jahr, neues Glück: So angeln Sie jetzt nach Super-Sonder-Angeboten. Aber: Nur wer Geduld hat, macht wirklich ein Schnäppchen.

Januar traditioneller Schnäppchen-Monat

Das neue Jahr kommt langsam in Fahrt. Zeit, um nach Auto-Schnäppchen zu angeln. Gerade jetzt schlagen die Autohändler große Löcher für die Kundschaft ins Eis. Denn traditionell gilt der Januar als frostiger Monat im Autohandel.

Wer jetzt sucht, der findet die von den Händlern geputzten dicken Fische. Da sind einmal die vielen Tageszulassungen, die sich die Händler Ende 2004 noch auf den Hof gestellt haben. Auch deshalb, weil nur bei Zulassung 2004 der Freibetrag der Kfz-Steuer für Euro 4 noch gewährt wurde. "Der ist steuerbefreit", wird der Handel lauthals werben, "da sparen Sie schon mächtig!"

Doch gemach, denn der Freibetrag wird nur noch 2005 verrechnet. Was übrigbleibt, verfällt 2006. Ein Benziner mit 2,2 Litern etwa spart deshalb unterm Strich nur noch knapp 150 Euro an Kfz-Steuer. Gutes Geld zwar, aber doch nicht der kaufentscheidende Kick. Richtig nachrechnen, das gilt auch für die vielen offerierten Zugaben wie etwa Jahreskarten für den Fußballverein, Markenuhren, einen Zuschuß zum Führerschein oder Tankgutscheine.

Bei Geschenken ist oft noch mehr drin

Bietet ein Händler etwa einen Kleinwagen zum Barpreis von 10.490 Euro an und einen Tankzuschuß von 2000 Euro, macht das einen Vorteil von satten 19 Prozent – und das ganz ohne Feilschen. Ist es aber eine Uhr für 199 Euro, beträgt der Vorteil nicht mal schlappe zwei Prozent. Da muß auch noch viel am Autopreis gehen. Und da hakt das "Geschenk" psychologisch ein: Denn wer sich schon beschenkt fühlt, büßt beim Feilschen an Biß ein.

Den braucht man allerdings kaum, wenn der Neue vom Händler als Tageszulassung oder mit "Hauspreis" gleich 20 Prozent unter Liste beworben wird, wie etwa ein Opel Agila. Für andere Neuwagen gilt heute die Formel "Fünf Prozent plus X" – drei Prozent waren für Barzahler früher ja schon als "Skonto" drin. Ausgenommen davon sind nur noch wenige Edelkarossen. Bei Volumenmodellen sind dagegen oft zehn Prozent und mehr machbar, wie erfolgreiche AUTO BILD-Leser uns regelmäßig melden.

Wer aber beim Feilschen gleich mit seinem Rabattwunsch ins Haus fällt, wird vom Händler klar als Anfänger geoutet. Ebenso, wer seine Leidenschaft fürs Modell deutlich zeigt – signalisiert er doch, daß seine Kaufentscheidung praktisch schon gefallen ist. Dann geht beim Preis natürlich nicht mehr viel. Geduld ist also die erste Tugend des Schnäppchen-Anglers. Ist er nicht gleich im Januar erfolgreich, dann eben im Frühling. Reichlich dicke Fische werden auch dann noch im Teich sein.

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