Autokauf im Ausland

Autokauf im Ausland

Autokauf im Ausland

— 30.07.2004

Neuwagen in Polen am billigsten

Eine EU-Studie zeigt deutliche Differenzen bei den Preisen für Kraftfahrzeuge. Keine Überraschung: Deutschland ist das teuerste Autoland.

Trend zu mehr Wettbewerb im Autohandel

Der Autokauf im europäischen Ausland lohnt sich auch nach Erweiterung der Europäischen Union (EU) noch immer – vor allem für Deutsche. Diesen Schluss lässt der jüngste Bericht der EU-Kommission zur Entwicklung der Kraftfahrzeug-Preise zu, den die Behörde in Brüssel vorlegte. Demnach liegt das Preisgefälle zwischen Deutschland, dem teuersten Autoland innerhalb der EU, und Polen, dem billigsten, bei durchschnittlich 19 Prozent.

Die jährlich von der EU-Kommission durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass in den alten EU-Mitgliedsstaaten das Preisgefälle gegenüber den früheren Jahren abgenommen hat: der Preisabstand beträgt 2004 im Durchschnitt nur noch 4,4 Prozent, im Vergleich zu 4,9 Prozent im Vorjahr. Diese Entwicklung deute darauf hin, "dass im Automobilhandel mehr Wettbewerb einzieht", kommentierte der zuständige Kommissar Mario Monti.

Jedoch haben die neuen Mitgliedsstaaten den Trend zur Preisangleichung etwas gebremst: Dort sind Kraftfahrzeuge im Schnitt billiger als in den alten EU-Ländern. Das gilt jedoch nicht für alle Segmente: So sind ausgerechnet in dem Land mit dem im Durchschnitt billigsten Autos Luxusgefährte am teuersten: Premium-Limousinen und größere Geländewagen kosten in Polen mehr als in jedem anderen Land der EU. Auch ist das Preisgefälle innerhalb der zehn neuen Mitgliedstaaten steiler als im alten EU-Gebiet. Es liegt bei über 20 Prozent.

Größte Preismarge bei Volkswagen

Innerhalb der Eurozone ist der VW Passat der Autotyp, bei dem die Preisdifferenz am eklatantesten ist, nämlich 30,8 Prozent. Im Vorjahr hatte der Unterschied noch 39 Prozent betragen. Dicht gefolgt wird der Passat vom VW Golf: Dort liegen die Preisunterschiede bei durchschnittlich 28,3 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent). Im Segment der Kleinwagen zeigt sich der Renault Clio als Fahrzeug mit der größten Preismarge, nämlich 27 Prozent (Vorjahr: 17,3 Prozent).

In der gesamten EU stiegen die Kfz-Preise im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent. Auch bei der Preissteigerung ist Deutschland, zusammen mit den Niederlanden Vorreiter: In beiden Ländern stiegen die Autopreise überdurchschnittlich um 1,7 Prozent, während sie in Italien um 1,1 Prozent sanken. Als Grundlage ihrer Studie verglich die Kommission die Preise der 90 in Europa am meisten verkauften Automodelle von 26 Herstellern, 18 europäischen und acht japanischen.

Die Studie im Internet: http://europa.eu.int/comm/competition/car_sector/

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