Autostadt Wolfsburg

Autokauf: Neue Studie

— 18.08.2011

Kauflust kehrt zurück

Eine aktuelle Studie zeigt: Die Deutschen wollen wieder mehr Autos kaufen. Am liebsten eine klassische Limousine in Schwarz. Dagegen scheinen Elektroautos wegen des hohen Preises nicht hoch im Kurs zu stehen.

(dpa/sb) Deutschlands Autofahrer haben die Lust am Neuwagenkauf wiederentdeckt. Laut einer Umfrage steht derzeit die klassische Benziner-Limousine in Schwarz oder Silber am höchsten im Kurs. Dafür wollen die Käufer im Schnitt fast 26.000 Euro hinlegen, wie die Studie "Trends beim Autokauf 2011" von Aral unter 1100 Autofahrern ergab. Nach Jahren der Kaufzurückhaltung im deutschen Automobilhandel kündige sich nun eine Trendwende an. Demnach plane jeder vierte (26 Prozent) Autofahrer in den nächsten 18 Monaten einen Autokauf, vor allem Neu- und Jahreswagen seien gefragt (20 Prozent). Vor zwei Jahren wollte sich nicht mal jeder Fünfte insgesamt (18 Prozent) ein Auto zulegen.     

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Die Chancen für elektrisch betriebene Fahrzeuge sieht Peter Sauermann, Leiter der Aral-Forschung, noch skeptisch. Längst nicht alle Fragen rund um die Elektromobilität seien seit der letzten Umfrage vor zwei Jahren beantwortet worden. Entsprechend sei das Interesse der Kunden an Elektroautos sogar gesunken. 28 Prozent der Befragten können sich zwar grundsätzlich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen – vor zwei Jahren waren es noch 36 Prozent. In Anbetracht des Aufpreises für Stromer erwägen derzeit aber nur 0,3 Prozent der Befragten tatsächlich den Kauf eines Elektroautos. Denn ausgeben wollen die Kunden im Schnitt 22.300 Euro für ein E-Auto – deutlich weniger als für aktuelle Modelle bezahlt werden muss. Elektrisch angetriebene Autos sind noch eine Seltenheit auf Deutschlands Straßen – mit großem Wachstum auf niedrigem Niveau. Derzeit sind nur 2300 Elektroautos beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) registriert, von insgesamt 42,3 Millionen zugelassenen Fahrzeugen. Ein Jahr zuvor waren es knapp 1600.      

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Der Verbrauch von Kraftstoffen geht indes zurück und wird in den nächsten Jahren weiter sinken. Bis 2025 rechnet der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) noch einmal mit einem Rückgang des Otto-Kraftstoffabsatzes um ein Drittel auf 12,4 Millionen Tonnen in Deutschland. Gründe sind der Wechsel hin zu einem Diesel, sinkende Verbrauchswerte sowie der hohe Preis an den Zapfsäulen, der die Autofahrer zur Zurückhaltung zwingt. Auch der Dieselabsatz dürfte den Einschätzungen zufolge langfristig abnehmen. Bis 2025 rechnen die Experten mit einem Rückgang auf 31,7 Millionen Tonnen im Jahr.

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