Autokredit Umschuldung

Weitere Beispiele: Das kostet die kfz-Finanzierung

Autokredit umschulden

Günstiger fahren mit neuem Kredit?

Manchmal ist es sinnvoll, den alten Autokredit durch einen neuen abzulösen. Wenn die Konditionen stimmen, kann sich die Umschuldung auszahlen.
Hohe Zinsen, eine lange Laufzeit oder schlechte Rahmenbedingungen einer Autofinanzierung belasten das Budget. Da kann es günstiger sein, einen alten Autokredit zu kündigen und einen neuen zu besseren Bedingungen abschließen. Bei der Umschuldung wird also ein alter Kredit einfach gegen einen anderen mit besseren Konditionen "getauscht". Das kann gleich mehrere Vorteile mit sich bringen: Neben den niedrigeren Zinsen wird die Rate an die aktuelle Finanzsituation angepasst. Wenn gleich mehrere Kredite zusammengefasst werden, verringert sich die Anzahl unterschiedlicher Verbindlichkeiten. Die finanziellen Belastungen werden übersichtlicher und die Bonität verbessert sich.

Autokredit-Vergleich

Ein Service von

logo

Top-Konditionen für Ihr neues Auto

Doch vor der Ablösung des Autokredits, ist einiges zu beachten. Denn um einen alten Kredit umzuschulden, muss zunächst die Restschuld beglichen werden, also der Teil des Kredits, der noch nicht getilgt wurde. Abhängig von der Finanzierungshöhe und der verstrichenen Laufzeit kann dies eine beträchtliche Summe sein. Zudem wird bei der Kündigung eines Kredits bei vielen Banken eine Vorfälligkeitsentschädigung erhoben. Ein Betrag, der die Bank für den Margenausfall der Restlaufzeit entschädigt. Restschuld und Vorfälligkeitsentschädigung bilden zusammen den Ablösebetrag für den Autokredit.

Wann die Umschuldung des Autokredits sinnvoll ist

Mit der Umschuldung eines Autokredits können durch Vorfälligkeitsentschädigung, Bearbeitungsgebühren für die neue Geldanleihe etc. erhebliche Mehrkosten verbunden sein. Zuvor sollte deswegen unbedingt überprüft werden, ob sich die Ablösung des alten Kredits durch einen neuen finanziell rechnet. Allgemein gilt: Die Umschuldung ist dann sinnvoll, wenn die Kosten für die neue Finanzierung unter denen des alten Kredits liegen. Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass der niedrige Zinssatz des neuen Autokredits für die gesamte Laufzeit garantiert wird. Ansonsten können sich die Zinsen nach einer gewissen Zeit erhöhen, sodass der finanzielle Vorteil des Wechsels wieder entfällt. Am meisten lohnt sich eine Umschuldung, wenn der Autokredit noch einige Jahre läuft und man über einen längeren Zeitraum von den besseren Konditionen profitiert. Wenn der Wagen fast abbezahlt ist, kann eine Umschuldung hilfreich sein, wenn bereits eine neue Finanzierung (z.B. für ein anderes Auto) in Aussicht ist.

Autokredit-Vergleich ist das A und O bei Umschuldung

Wer mit dem Gedanken spielt, seinen Autokredit umzuschulden, sollte vorab unbedingt ausführlich verschiedene Tarife vergleichen. Ein Blick auf die Konditionen der Banken verrät, welche das beste Angebot offeriert. Dabei sind auch Online-Vergleichsportale eine gute Hilfe. Der wichtigste Vergleichspunkt ist natürlich der Zinssatz, zu dem der geliehene Betrag abgezahlt wird. Aber Vorsicht: Die Banken knüpfen unterschiedliche Bedingungen an ihre Kredite. Es können zum Beispiel Bearbeitungsgebühren fällig werden. Daher ist der ideale Anhaltspunkt für einen Kreditvergleich nicht der Sollzins (auch Nominalzins genannt), der den tatsächlichen Zinssatz für den Kredit angibt, sondern der effektive Jahreszins. Der Grund: In ihm sind gleich mehrere preisbestimmende Faktoren – der Sollzins, die Laufzeit und die Bearbeitungsgebühr – zusammengefasst. Er bietet daher eine hervorragende Vergleichsbasis.

Weitere Beispiele: Das kostet die kfz-Finanzierung

Kosten und Kündigungsfristen bei Autokredit beachten

Um den bestehenden Autokredit umzuschulden, muss er zunächst bei der Bank gekündigt werden. Dabei können Kosten in Form der Vorfälligkeitsentschädigung entstehen. Die Bank erhebt diese Gebühr, da sie bei der Auflösung eines Kredits auf ihre Zins-Einnahmen für die verbleibende Laufzeit verzichtet. Die Höhe der Entschädigung ist bei Verbraucherkrediten wie einer Autofinanzierung gesetzlich gedeckelt (§ 502 BGB): Sie liegt bei maximal einem Prozent der Restschuld. Bei einer verbleibenden Kredit-Laufzeit von unter 12 Monaten liegt sie bei höchstens 0,5 Prozent des noch offenen Betrags. Einige Banken verzichten sogar auf die "Strafzahlung" bei vorzeitiger Kündigung des Autokredits. Wie hoch die Vorfälligkeitsentschädigung tatsächlich ausfällt, ist dem Kreditvertrag zu entnehmen. Dort gibt es auch Auskunft über die Kündigungsfrist – sofern eine besteht. Denn alle Verbraucherdarlehen – zu denen auch Autokredite zählen – die nach dem 11. Juni 2010 geschlossen wurden, sind jederzeit ohne Frist kündbar. Wurde im Vertrag gesondert eine Kündigungsfrist festgelegt, darf diese nicht mehr als einen Monat betragen (§ 500 BGB). Bei älteren Krediten beträgt die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate.

Fahrzeugbrief als Sicherheit bei Autokrediten

Die Zulassungsbescheinigung Teil II wird bei Autokrediten oft als Sicherheit eingesetzt.

Bei vielen Autofinanzierungen wird von den Banken die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) als Sicherheit einbehalten. Dadurch sind bessere Konditionen möglich, da das Fahrzeug als eine Art Pfand fungiert. Einer Umschuldung steht dies jedoch nicht im Wege. Mit einem neuen Kreditvertrag zur Ablösung kann der alte Autokredit einfach getilgt werden. Damit geht das Fahrzeug in den eigenen Besitz über. Der Fahrzeugbrief kann dann in der Regel bei der Zulassungsstelle abgeholt werden. Natürlich kann auch die neue Bank den Kfz-Brief als Sicherheit einfordern. In diesem Fall wird er der neuen Bank ausgehändigt.

Bei Umschuldung auch Angebot der alten Bank einholen

Auf der Suche nach einem neuen Autokredit, um den alten abzulösen, bietet sich natürlich der Gang zu einer neuen Bank an. Neukunden profitieren oft von besseren Konditionen als Bestandskunden. Für einen umfassenden Eindruck aktueller Darlehen eignen sich außerdem Online-Vergleichsportale. Wichtig ist es, mehrere Angebote einzuholen und Konditionen genau zu vergleichen. Anschließend sollte auf Basis der neuen Angebote auch das Gespräch mit der alten Bank gesucht werden. Dieser ist natürlich daran gelegen ihre Kunden zu halten. Denn ein Wechsel hat für die alte Bank zunächst nur Nachteile: Sie verliert einen Kunden und gleichzeitig einen lukrativen Kredit. Das erhöht den Reiz, ihm mit den Bedingungen für den neuen Kredit entgegenzukommen. Natürlich bringt das auch für den Kunden einen Vorteil, denn bei derselben Bank lassen sich die Kündigung des alten Autokredits und die Umschuldung auf den neuen wesentlich leichter koordinieren.
Übrigens: Wer neben der Autofinanzierung noch andere Darlehen beansprucht, kann diese in einem einzigen neuen Kredit zusammenzufassen. Statt unterschiedlicher Ratenbeträge, Zinsen und Laufzeiten ergibt sich so ein besserer Überblick. Außerdem verringert sich die Zahl der einzelnen Verbindlichkeiten, dadurch kann sich der Bonitätsscore verbessern. Daher kann es sich bei der Planung einer neuen Finanzierung lohnen, zuvor alte Kredite umzuschulden. Doch natürlich sollten nur Kredite abgelöst werden, die schlechtere Konditionen haben, als der neue.

Restschuldversicherung bei Umschuldung mit kündigen

Die Restschuldversicherung soll den Kreditnehmer und ggf. seine Familie bei Zahlungsausfällen (z.B. durch Arbeitslosigkeit) schützen. Wenn der Autokredit umgeschuldet wird, muss auch die Versicherung gekündigt werden. Da sie an einen bestimmten Kreditvertrag geknüpft ist, ist es in der Regel problemlos möglich, sie gemeinsam mit abgelösten Kredit zu kündigen. Meist werden gezahlte Prämien dann anteilig zurückerstattet. Auf eine neue Finanzierung übertragen lässt sich die Restschuldversicherung jedoch nicht. Bei einer Umschuldung muss sie erneut abgeschlossen werden. Doch Vorsicht, hier lauert meist eine Kostenfalle: Mit dem Abschluss einer Restschuldversicherung steigen nicht nur die Gesamtkosten deutlich, meist wird der Betrag auf die Kreditsumme draufgeschlagen – und dadurch auch mitverzinst. Abhängig von Kredithöhe und -laufzeit können die Mehrkosten dadurch schnell im vierstelligen Bereich landen. Daher sollte zuvor gut abgewogen werden, ob sich der Schutz wirklich lohnt. Bei eher kurzfristig angelegten Krediten wie einer Autofinanzierung sind ein geregeltes Einkommen und ein sicherer Arbeitsplatz meist schon eine ausreichende Grundlage.

Die wichtigsten Tipps zur Umschuldung eines Autokredits

• Umschuldung bei guten Konditionen sinnvoll: In Zeiten niedriger Zinsen kann durch die Umschuldung alter Kredite viel Geld gespart werden. Die aktuelle Finanzsituation kann sich durch Anpassung von Raten und Laufzeit verbessern.
• Zusammenfassung mehrerer Kredite bringt Vorteile: Werden Autokredit und andere Finanzierungen zusammengefasst, kann sich die Bonität verbessern.
• Vergleich verschiedener Angebote ist wichtig: Hier sollten alle anfallenden Kosten in die Kalkulation einbezogen werden. Das betrifft die Ablösesumme für den alten Kredit ebenso wie die Bedingungen für den neuen.
• Keinen höheren Kredit nehmen, als benötigt: Der Bank ist natürlich daran gelegen ein besonders gutes Geschäft zu machen und wird versuchen einen möglichst großen Kredit zu verkaufen.
• Restschuldversicherung abwägen: Die Restschuldversicherung wird von den Banken als Sicherheitsnetz angepriesen, äußert sich aber meist nur in hohen Zusatzkosten.

Autoren: Gerald Beeckmann, Lena Reuß

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Gebrauchtwagen