Autokrise drückt Volkswagen-Absatz

Autokrise drückt Volkswagen-Absatz

— 06.01.2003

Weniger als fünf Millionen Autos

Der weltweite Absatz des VW-Konzerns ist 2002 erstmals seit Jahren auf weniger als fünf Millionen Fahrzeuge abgesackt.

Die Krise am Automobilmarkt hat beim VW-Konzern Spuren hinterlassen. Erstmals seit Jahren sackte der Absatz weltweit wieder auf weniger als fünf Millionen Fahrzeuge. Mit 4,98 Millionen Einheiten verloren die Wolfsburger 2002 im Vergleich zum Vorjahr knapp zwei Prozent. "Wir haben dennoch unsere Ziele erreicht", sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder. Er zeigte sich zuversichtlich, im laufenden Jahr die Marke von fünf Millionen Autos wieder zu überspringen. Dazu würden unter anderem 20 neue Modelle aller Konzernmarken beitragen, darunter Golf und Touran sowie Audi A3. "Wir werden unsere Position nicht nur verteidigen, sondern ausbauen."

Der VW-Vorstandsvorsitzende erwartet, dass 2003 weltweit wieder rund 38 Millionen Autos verkauft werden. "Wir wissen aber natürlich nicht, wie sich die einzelnen Märkte entwickeln werden." Dabei könnten so verschiedene Faktoren wie Ölpreisentwicklung, ein möglicher Krieg im Irak, aber auch nationale Politik eine Rolle spielen. VW rechne damit, dass der Absatz in Asien weiter zulegen, dagegen in Westeuropa und den USA stagnieren wird.

Im vergangenen Jahr haben hohe zweistellige Zuwächse des VW-Konzerns in China auf insgesamt mehr als eine halbe Million verkaufte Fahrzeuge Einbußen in Westeuropa nicht ausgleichen können. "Ich gehe aber davon aus, dass wir insgesamt keine Marktanteile abgegeben haben", meinte Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer. Pischetsrieder betonte, für VW gehe nach wie vor Ertrag vor Absatzsteigerung. "Wir werden der Versuchung widerstehen, Volumen auf Kosten des Ertrags zu bekommen."

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