Autoleasing

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— 28.11.2003

Wie komme ich aus dem Leasingvertrag?

Leasing ist flexibel, wird versprochen. Doch wenn es um den vorzeitigen Ausstieg geht, bleibt davon nichts.

"Hilfe, ich komme aus meinem Leasingvertrag nicht raus!" Dieser verzweifelte Ruf erreicht AUTO BILD regelmäßig. Kein Wunder, denn Privatleasing als Weg zum neuen Auto ist schwer im Kommen. Die Vorderseite der Medaille ist glänzend: flexible Gestaltung, niedrige Monatsraten. Diese Vorteile können auch wahr werden, sofern der Vertrag glatt abläuft.

Doch kommt die Fahrt im Leasingauto ins Stottern, weil der Kunde es überraschend nicht mehr braucht oder die Raten nicht mehr stemmen kann, zeigt sich die Kehrseite der Medaille: das Kleingedruckte. Und das sichert grundsätzlich die Ansprüche des Leasinggebers. Auf die Spitze getrieben wird dies, wenn in einer rigorosen Vertragsvariante nicht einmal der Tod des Leasingnehmers zur Kündigung des Vertrages berechtigt.

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Heißt: Die Erben müssen weiter zahlen. Um solch böse Überraschungen zu vermeiden, sollte der Leasinginteressent einiges wissen: Nach dem Verbraucherkreditgesetz kann ein Privatkunde seine Unterschrift bis zu 14 Tage nach Vertragsschluss schriftlich widerrufen. Wer also zügig merkt, dass er sich mit dem Deal vertan hat, bekommt seine Chance zum schnellen Ausstieg. Ist diese Frist verstrichen, ist der Vertrag dagegen nicht mehr ordentlich kündbar und muss durchgehalten werden.

Bessere Karten für den Verleaser

Denn Leasing ist ein "Amortisationsgeschäft", das für den Leasinggeber erst zum regulären Ende des Vertrages aufgeht. Erst dann hat er seine Kosten wieder herein, macht seinen Gewinn. Wer also das Auto einfach beim Händler abstellt und seine Raten nicht mehr zahlt, weil er den Wagen ja nicht mehr nutzt, ist damit keineswegs aus dem Schneider. Dann wird er "außerordentlich" gekündigt, dann wird abgerechnet.

Das gilt auch für denjenigen, der den Wagen zwar weiter braucht, aber in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Denn wer mit zwei aufeinander folgende Raten ganz oder teilweise in Verzug ist, kann gekündigt werden. Ziel der komplizierten Abrechnung ist, dass die Leasing ihren "Vollamortisationsanspruch" erreicht. Auf Deutsch: dass sie das ihr zustehende Geld bekommt – das können leicht ein paar Tausend Euro sein.

Tipp: Teile dieser Rechnung sind durchaus verhandelbar. Vor allem, wenn ein Anschlussgeschäft ins Spiel kommt. Weiterer Tipp: Finanzlaien sollten die Forderungen von einem Fachmann prüfen lassen, etwa einem Anwalt oder Experten des Verbraucherschutzes – im Zweifel geht es vor Gericht. Hilft nichts, gibt es einen Strohhalm: Ein anderer steigt in den Vertrag ein. Doch auch damit muss die Leasinggesellschaft einverstanden sein – sie hat eben die besseren Karten.

Wichtige Leasing-Tipps

• Ein kalkulierter Restwert wird vom Kunden garantiert. Wird der Preis nicht erzielt, muss er Geld nachzahlen. • Kilometer-Leasing ist deshalb dem Restwert-Leasing vorzuziehen, es befreit den Kunden vom Restwertrisiko. • Bei einem Totalschaden entsteht zwischen der Vollkaskozahlung (Zeitwert) und der Leasing-Schlussrechnung eine Lücke (englisch "gap"). Bei Verträgen mit Gap-Deckung muss der Kunde diese Differenz nicht bezahlen – deshalb sehr empfehlenswert.

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