Automarkt 2004

Automarkt 2004

— 11.12.2003

Aussicht auf Aufschwung

Nach vier Jahren Rezession soll es aufwärts gehen: Sechs Prozent mehr Neuwagenverkäufe prognostiziert das B&D-Forecast-Institut.

So viel Optimismus haben wir lange nicht gehört: "Der Aufschwung ist unterwegs und bringt den Knoten im deutschen Automarkt zum Platzen", prognostiziert Professor Ferdinand Dudenhöffer vom B&D-Forecast-Institut in Leverkusen. Dafür nennt der Wissenschaftler vor allem fünf Gründe.

So sei erstens der Fahrzeugbestand in Deutschland mit nunmehr 7,8 Jahren pro Auto überaltert und erneuerungsbedürftig. Zweitens ist im kommenden Jahr mit einer Produktoffensive aller Hersteller zu rechnen. Dazu zählen vor allem die Volumenträger Opel Astra C und Ford Focus II, aber auch die nächste Mercedes-Benz A-Klasse-Generation, der neue Audi A6 und die entstehende Modellvielfalt beim jüngst eingeführten Golf V.

Drittens entstünden neue Fahrzeugsegmente, wie "Premium Mid-Size SUV", die stärker nachgefragt und gekauft werden. Modelle wie beispielsweise BMW X3. Viertens blieben die Kraftstoffpreise aufgrund des schwachen Dollars mittelfristig stabil – das ermutigt potenzielle Neuwagenkäufer. Und letztlich trage auch das Umfeld des erwarteten allgemeinen Konjunkturaufschwungs zu besseren Verkaufszahlen im Automarkt bei.

Und die sehen nach der Schätzung Dudenhöffers nicht schlecht aus: Für das ausgehende Jahr 2003 rechnet der Wissenschaftler zwar mit lediglich 3,24 Millionen verkauften Neuwagen, also knapp unter dem Niveau des Vorjahres mit 3,253 Millionen Stück. Doch 2004 sollen es bereits 3,45 Millionen sein, 2005 gar 3,750 Millionen. Das wären dann fast so viel wie im erfolgreichen Jahr 1999 mit 3,802 Millionen Stück.

Großer Gewinner des Aufschwungs wird wegen seiner großen und klugen Modell-Investitionen vor allem BMW, sagt Professor Dudenhöffer. Aber auch die Importeure verzeichnen mittlerweile so viele Auftragseingänge wie im Erfolgsjahr 1999. Daran tragen vor allem SUV-Modelle einen gewichtigen Anteil. Sie bilden mit knapp fünf Prozent eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Gesamtmarkt.

Davon profitieren alle Hersteller, die rechtzeitig ihr Modellprogramm erweitert haben. Zu den Gewinnern zählen deshalb auch VW Touareg, Volvo XC90, Hyundai Tucson, Kia Sportage, Toyota RX 400 und der Nachwuchs-SUV Fiat Simba auf Panda-Basis. Gute Absatzchancen für diese Modelle bietet auch künftig der US-Markt. Denn die Regierung rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 8,2 Prozent, dem höchsten Zuwachs der vergangenen 20 Jahre.

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