Automarkt im April 2003

Automarkt April 2003 Automarkt April 2003

Automarkt im April 2003

— 16.05.2003

Wo bleibt der Frühling?

Der ersehnte Autofrühling in Westeuropa blieb aus: 1,22 Millionen Neuzulassungen bedeuten ein Minus von sechs Prozent.

Japaner und Koreaner vorn

Frühlingszeit ist Autokaufzeit? Leider nicht in Zeiten der Wirtschaftskrise. 60,7 Prozent der potenziellen Käufer haben derzeit schlicht kein Geld für den Autokauf, ergab eine Umfrage von autobild.de. Immerhin: 22,1 Prozent der rund 5000 Teilnehmer wollen sich demnächst einen Neuwagen kaufen, 17,2 Prozent einen Gebrauchten.

Ein Trend, der offenbar international gilt: Von Frühjahrsbelebung auf Westeuropas Automärkten war im April jedenfalls nichts zu spüren. 1,22 Millionen Neuzulassungen bedeuten ein Minus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland lag der Absatz um sechs Prozent unterm Vorjahr. Von den deutschen Herstellern traf es im April die Marke VW besonders hart. Die Wolfsburger verbuchten mit 120.713 Neuwagen ein dickes Minus von 15,4 Prozent.

Federn lassen musste erneut die krisengeschüttelte Fiat-Gruppe: 88.571 Neuzulassungen bedeuten ein Minus von 13 Prozent. Kaum besser lief es für Rover (minus 11,2 Prozent) und Peugeot (minus 11,7 Prozent). Rückgänge auch für Ford (minus 6,8 Prozent), Opel (minus 8,8 Prozent) und die erfolgsverwöhnten Premium-Anbieter BMW (minus 6,6 Prozent) und Mercedes-Benz (minus 3,6 Prozent). Die rote Laterne bekommt im April die Marke Chrysler – mit einem satten Rückgang von 22,5 Prozent auf 6730 Autos.

Nur die japanischen und koreanischen Marken spürten den Autofrühling in Westeuropa. Japans Autohersteller legten um 4,7 Prozent auf 147.534 Neuzulassungen zu, die Koreaner um 5,5 Prozent auf 36.692. Zu den Top-Scorern gehörten dabei die Marken Mazda (plus 56,8 Prozent) und Kia (plus 69,3 Prozent). Erfolg auch für Europas kleinste Automarke: Mit den neuen Modellen (roadster, roadster-coupé) schaffte Smart ein April-Plus von 1,5 Prozent auf 9670 Pkw.

Porsche-Boom in den USA

Besser als in Westeuropa lief es für BMW (plus 0,6 Prozent, 24.131 Autos) und Audi (plus 1,1 Prozent, 7209 Autos) in den USA. Porsche legte in den Vereinigten Staaten den Turbo bei den Neuzulassungen ein. Der Sportwagenbauer schaffte ein dickes Plus von knapp 46 Prozent auf 2889 Autos.

Mercedes-Benz konnte in den USA zumindest das Absatzminus im April in Grenzen halten. Die Schwaben verbuchten im Vergleich zum Vorjahresmonat einen leichten Rückgang von 2,9 Prozent auf 17.939 Fahrzeuge. Minuszahlen schrieb auch VW (minus 15,9 Prozent, 25.412 Autos). Gewinner: erneut die Japaner (plus 2,9 Prozent, 398.230) und Koreaner (plus 1,7 Prozent, 54.543). Insgesamt wurden in den USA im April 1,41 Millionen Autos abgesetzt, das sind zwei Prozent weniger als im April 2002.

Und wer ist schuld am Rückgang? Irak und Ostern. Das meint zumindest die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller. Der Irak-Krieg – so die Analysten – habe die Kauflust gesenkt. Außerdem sei Ostern – anders als im Vorjahr – in diesem Jahr in den April gefallen. Dadurch habe der April 2003 weniger Arbeits(= Verkaufs)tage gehabt als im Vorjahr.

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