Automarkt Nordamerika

Automarkt Nordamerika

— 05.02.2004

Schwacher Start

Die Amis stehen auf edle SUV. Gut für Porsches Cayenne – schlecht für die anderen deutschen Hersteller.

Die deutschen Autobauer verkauften in Nordamerika zum Jahresbeginn deutlich weniger Modelle als im selben Monat des Vorjahres. Einzig Porsche glänzte: Im Januar verkaufte die Stuttgarter Sportwagenschmiede 2218 Fahrzeuge in den USA und Kanada, im Vergleich zum Januar 2003 ein Plus von 65 Prozent. Absoluter Verkaufsschlager ist und bleibt der Cayenne, von dem allein 1374 Stück geordert wurden.

Bergab ging es für Volkswagen. Die Wolfsburger verkauften in den USA nur noch 13.205 Autos (minus 25,9 Prozent). Vom kürzlich eingeführten Phaeton wurden lediglich 152 Stück ausgeliefert, vom Cayenne-Bruder Touareg immerhin 2875 Modelle. Tochter Audi beklagte einen Absatzrückgang von 8,5 Prozent auf 5005 Autos, wobei die Luxuslimousine A8 L auf 410 Einheiten zulegen konnte.

Keine guten Nachrichten für die Bayern: BMW sackte auf 13.379 verkaufte Autos ab und büßte damit 21 Prozent ein. Der bisher erfolgreiche Mini wurde 2756-mal verkauft, das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch Mercedes-Benz musste Federn lassen, mit 15.169 Neufahrzeugen gingen 3,1 Prozent weniger an die amerikanischen Kunden. Allerdings haben SL-, CLK und G-Klasse zugelegt, allein die C-Klasse gewann 3,3 Prozent mehr Käufer.

Unterm Strich freut sich der DaimlerChrysler-Konzern: Der operative Gewinn lag im vergangenen Jahr bei 5,1 Milliarden Euro, damit wurde die angepeilte Fünf-Milliarden-Grenze überschritten. Die angeschlagene Tochter Chrysler wartete sogar mit einem neun-prozentigen Absatzanstieg auf und vermeldete allein im Januar 147.001 Verkäufe auf dem US-Markt.

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