Automobilbranche zuversichtlich

Automobilbranche zuversichtlich

— 25.09.2002

Die "Großen" wollen Gas geben

Kurz vorm Start des Pariser Salons geben sich die Automobilbosse kämpferisch. 2003 will die Branche wieder Fahrt aufnehmen.

Ob VW, BMW oder Mercedes, Renault oder Peugeot-Citroën - die Konzernchefs der großen Marken zeigten sich vor dem Automobilsalon in Paris (28. September bis 13. Oktober 2002) optimistisch. "Für den europäischen Automobilmarkt können wir die skeptische Sicht einzelner Beobachter nicht teilen. Nach dem Rückgang von voraussichtlich vier bis fünf Prozent im laufenden Jahr rechnen wir für 2003 mit einer Stabilisierung des Marktes", unterstrich Jean-Martin Folz, Chef des französischen Autokonzerns PSA Peugeot Citroën, in der Tageszeitung "Le Figaro". "Wir halten an unserem Ziel fest, weltweit in diesem Jahr 3,25 Millionen Autos zu verkaufen und den Absatz bis 2004 auf 3,5 Millionen zu steigern", bekräftigte Folz.

Auch Renault-Vorstandsvorsitzender Louis Schweitzer gab sich vor der Messe zuversichtlich; er rechne mit einer Stabilisierung des Autoabsatzes in Europa. "Es läuft in einigen Ländern wie beispielsweise Großbritannien schon sehr gut, aber insgesamt noch nicht richtig rund", beschrieb ein Automobilanalyst in Paris die Entwicklung. "Bislang hat die Konjunkturschwäche vor allem die Massenhersteller getroffen, während die Anbieter in der Oberklasse deutlich besser da stehen."

Mercedes-Benz konnte so im laufenden Jahr seine Prognose nach oben revidieren und rechnet für die gesamte Marke mit einem Absatz auf Vorjahresniveau von 1,15 Millionen Autos. Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder sprach von einem Aufschwung im kommenden Frühjahr. BMW-Chef Helmut Panke kündigte für den bayerischen Konzern neue Rekordwerte beim Absatz, Umsatz und Gewinn im laufenden Jahr an. Beim Absatz mit den Marken BMW und Mini will der Autobauer erstmals die Millionenmarke überschreiten.

Als große Unsicherheit schätzen die Hersteller aber die Entwicklung des Öl- und damit des Benzinpreises angesichts des Irak-Konfliktes ein. Der für Mercedes-Benz zuständige DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert schränkte denn auch ein, dass die Auswirkungen eines möglichen Krieges im Irak auf die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht zu unterschätzen seien.

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