Tesla: Neue Modelle bis 2020

Tesla Model X Tesla Model C Illustration Tesla Model R Illustration

Autonomes Fahren: Alle Tesla-Modelle bis 2020

— 20.10.2016

Tesla macht sich selbstständig

Tesla stattet alle Modelle mit der Technik für autonomes Fahren aus. AUTO BILD erklärt, um was es geht. Dazu: alle neuen Tesla-Modelle bis 2020!

Auch das für 2017 angekündigte Model 3 soll bereits voll mit der nötigen Technik zum autonomen Fahren ausgestattet sein.

(dpa/cj) Tesla setzt weiter voll aufs autonome Fahren. Der Elektroauto-Pionier stattet ab sofort alle seine Modelle mit der nötigen Hardware für die "Stufe fünf" aus, wie Firmenchef Elon Musk in der Nacht zum Donnerstag (MESZ, 20. Oktober 2016) verkündete. Stufe fünf bedeutet, dass das System während der Fahrt alle Situationen selbstständig bewältigen können soll und kein Fahrer mehr erforderlich sei. Was noch nach Zukunftsmusik klingt, heißt laut Musk-Zeitplan: Bis Ende 2017 soll es möglich sein, von Los Angeles nach New York gefahren zu werden, ohne auch nur einen menschlichen Handgriff zu tun.

Acht Kameras, 40-fach höhere Rechnerleistung

Insgesamt acht Kameras sollen in Tesla-Fahrzeugen fahrerlose Fortbewegung ermöglichen.

Die technische Umsetzung erklärte Musk so: Alle Tesla-Fahrzeuge bekommen nun acht Kameras statt bisher einer, Ultraschall- und Radar-Sensoren mit höherer Reichweite und Auflösung sowie 40-mal mehr Rechenleistung im Computer. Das für 2017 angekündigte Massen-Fahrzeug Model 3 gehöre dazu. Dessen erste Jahresproduktion sei bereits ausverkauft, twitterte Musk zudem. Bisher verkaufte Autos könnten allerdings nicht nachgerüstet werden. Die Software für das komplett autonome Fahren solle später schrittweise freigeschaltet werden, so der Visionär.

Automatisiertes Fahren in Stufen

Stufe 0: Driver only

Fahrer führt dauerhaft Längs- und Querführung aus. Kein eingreifendes Fahrzeugsystem aktiv.

Automatisiertes Fahren in Stufen 1 von 6
Wann und wie die autonomen Tesla auf die Straße gelassen werden (dürfen), ist aktuell noch völlig unklar. Musk räumte ein, dass die Einführung der Software von lokalen Regeln abhängen werde. So hoffe er, dass es in den USA keinen Flickenteppich verschiedener Vorschriften von Bundesstaat zu Bundesstaat geben werde. In Deutschland war Tesla zuletzt mit einem Werbeverbot für den Begriff "Autopilot" belegt worden. Vorwurf: Der Name erwecke beim Besitzer den Eindruck, das Auto könne sich selbst steuern. Das Unternehmen betont, der Fahrer müsse bei "Autopilot" jederzeit den Überblick und die Kontrolle über das Auto behalten. Im Mai war ein Mann in Florida bei einem Unfall ums Leben gekommen, weil sein Tesla mit eingeschaltetem Autopilot-Assistenten unter einen Lastwagen raste, der die Straße querte.

Masterplan: Kleines SUV und Pick-up-Truck

Tesla verfolgt für die Zukunft eine umfassende Strategie – unter anderem mit Bussen, Lkw und selbstfahrenden Autos.

Langfristig will Tesla in Zukunft auch Lastwagen und Busse elektrifizieren. Das kündigte Musk in seinem zweiten "Masterplan" zur Strategie des Unternehmens an. Zuvor soll es noch ein kleineres SUV-Modell geben und eine "neue Art von Pick-up-Truck". Lastwagen und Bus seien "im frühen Stadium der Entwicklung" bei Tesla und könnten im kommenden Jahr präsentiert werden. Wann die Fahrzeuge auf die Straße kommen könnten, blieb unklar. Außerdem wolle das Unternehmen in Zukunft neben einer Carsharing-Flotte auch Solardächer für Häuser mit integrierten Batteriespeichern anbieten, so Musk. Diese universellen geschäftlichen Aktivitäten könnten auch Grund dafür sein, dass das Unternehmen offenbar seinen Namen von Tesla Motors auf Tesla verknappen will. Seit Kurzem ist der Internetauftritt über die entsprechende Webadresse erreichbar.

Gebrauchtwagensuche: Elektroautos

Roboter-Taxis zum Geldverdienen

Trotz der Debatte um die Sicherheit der selbstfahrenden Autos nach einem Todesfall hatte Musk bereits früher angekündigt, das Konzept des autonomen Fahrens vorantreiben zu wollen. Irgendwann sollen sogar komplett selbstfahrende Tesla einen firmeneigenen Fahrdienst in Städten bilden. Mit selbstfahrenden Wagen sollen Tesla-Besitzer auch ihre Autos zum Geldverdienen als Roboter-Taxis losschicken können, erklärte Musk. Dadurch werde in Zukunft nahezu jeder einen Tesla besitzen können. Ein günstigeres Fahrzeug als das Model 3 für 35.000 Dollar müsse damit nicht in die Modellpalette.

So funktioniert das autonome Fahren

Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt? Autonomes Fahren – was ist möglich, was erlaubt?

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2022

Jaguar i-Pace Lucid Motors Atvus VW CUVe Illustration

Neuheiten bis 2018: Model 3 und Model C

Schon 2007 erklärte Tesla gegenüber AUTO BILD, ein Stadtauto sei ein langfristiges Ziel. 2018 könnte es mit dem Model C (Compact) so weit sein.

In den nächsten Jahren kommen diverse neue Pkw-Modelle von Tesla auf den Markt. Nach dem Allrad-Crossover Model X und dem Facelift des Model S folgt Ende 2016 die Mittelklasse-Limousine Model 3 mit einer elektrischen Reichweite von 320 Kilometern und zu Preisen ab 40.000 Euro. Mit dem Model C will Tesla dem Ziel, E-Mobilität in die Welt zu bringen, noch ein Stück näher kommen. Bis 2018 erwarten Fachleute, dass die Preise für Akkus derart sinken, dass ein 150-Kilometer-Elektroauto schon für unter 15.000 Euro zu haben sein wird. AUTO BILD zeigt alle Tesla-Neuheiten bis 2020 in der Bildergalerie.

Tesla: Neue Modelle bis 2020

Tesla Model III Illustration Tesla Model X Tesla Model C Illustration

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