Google macht autonome Autos billiger

Autonomes Fahren: Google-Tochter Waymo

— 10.01.2017

Google macht autonome Autos billiger

Waymo, Googles neue Sparte für autonomes Fahren, hat auf der NAIAS in Detroit einen neuen LiDAR-Sensor vorgestellt. Die Hardware könnte die Kosten für autonomes Fahren drastisch senken!

Der Chrysler Pacifica hat Kameras und Sensoren der neuesten Generation an Bord. Die autonome Software hat Google einem umfassenden Update unterzogen.

(dpa/mas) Waymo, die von Google ausgegliederte und umbenannte Sparte für autonomes Fahren, hat auf der Detroit Auto Show (NAIAS) überraschend eine neue Hardware vorgestellt. Laut Medienberichten zeigte Waymo-Chef John Krafcik einen von der Google-Tochter selbst entwickelten LiDAR-Sensor (Light Detection and Ranging), der nur einen Bruchteil der bislang verfügbaren Geräte kosten soll. Der fürs autonome Fahren unerlässliche Sensor funktioniert ähnlich wie ein Radargerät und sitzt beim auf der CES vorgestellten E-Auto Faraday Future FF91 auf der Motorhaube. Dieser Teil der Hardware ist (bzw. möglicherweise war) einer der größten Kostenfaktoren bei der Entwicklung autonom fahrender Autos.
Was ist LiDAR?
LiDAR ist die Abkürzung für das englische "Light Detection And Ranging" und bezeichnet eine Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung. LiDAR funktioniert sehr ähnlich wie Radar, nur dass hier statt Radiowellen Laserstrahlen verwendet werden. Deshalb wird es manchmal auch LaDAR (Laser Detection And Ranging) genannt. LiDAR-Geräte senden Laserimpulse aus, die von Gegenständen (Bäume, andere Autos, Schilder, Passanten) reflektiert werden. Aus der Zeit, die die Laserimpulse brauchen, um wieder auf dem Sensor aufzutreffen, kann das System die Entfernung berechnen und so ein sehr genaues 3D-Bild der Umgebung erstellen.
2009, als Google mit der Entwicklung eines autonom fahrenden Autos begonnen hatte, habe ein LiDAR-Sensor noch 75.000 Dollar (rund 70.000 Euro) gekostet, erklärte Krafcik auf der Detroit Auto Show. Der Google-Tochter sei es gelungen, die Kosten dafür um 90 Prozent zu drücken. Wie der Blog Carscoops berichtet, kündigte Krafcik an, grundsätzlich mit allen Autobauern zusammenarbeiten zu wollen. 
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Kooperations-Gespräche auch mit Honda

Unlängst wurde zudem bekannt, dass Waymo womöglich bald mit Honda kooperieren wird. Es gebe darüber formale Verhandlungen, teilte der größte Motorenhersteller am 21. Dezember 2016 mit. Sollten sich beide Seiten einig werden, würden die Ingenieure aus Japan und den USA künftig eng zusammenarbeiten. 

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