Autonomes Fahren: Studie der Universität Michigan

Autonomes Fahren: Studie der Universität Michigan

— 13.04.2015

Üble Aussichten?

Sind autonome Autos zum Spucken? Eine Studie der Universität Michigan besagt: Die Wahrscheinlichkeit, dass Passagiere an Reiseübelkeit leiden werden, ist hoch.

Gemütlich im Rinspeed XChangE gegen die Fahrtrichtung liegen und glotzen? Eventuell eine üble Idee.

Sich zurücklehnen, ein gutes Buch lesen, ein Filmchen gucken, Mails checken: So malen uns Autohersteller gerne den futuristischen Ritt im autonomen Auto aus. Doch was passiert, wenn man beim Autofahren liest, auf dem Handy tippt oder auf einen Monitor starrt? Richtig: Den meisten Zeitgenossen wird übel. Und so kommen auch Forscher der Universität Michigan in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass Passagiere in einem selbstfahrenden Fahrzeug an Reiseübelkeit leiden, ist deutlich höher als bei normalen Autos. Vor allem, wenn sie wie in den Studien Rinspeed XChangE oder Mercedes F 015 mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen.

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Für die Studie befragten die Wissenschaftler 3200 Erwachsene in den USA, Indien, China, Japan, Großbritannien und Australien, womit sie sich auf einer autonomen Fahrt die Zeit vertreiben würden. Das Ergebnis: Etwa 60 Prozent der Befragten würden auf die Straße gucken, schlafen oder telefonieren – was Übelkeit nicht fördert. Sechs bis zwölf Prozent aber würden durchaus Dinge tun, die im Gehirn einen Informationskonflikt (Körper meldet Bewegung, Augen Stillstand) und damit ein Unwohlsein herbeiführen könnten.

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Ist die Idee vom selbstfahrenden Auto also gar keine so gute? So weit gehen die Forscher aus Michigan nicht. Sie appellieren aber an die Autohersteller, einige Dinge zu bedenken: Große Fenster seien unabdingbar, die Monitore sollten so angebracht werden, dass der Blick tendenziell in Fahrtrichtung und nicht nach unten gerichtet ist, und dreh- oder schwenkbare Sitze seien zu vermeiden.

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