Audi A3 Cabriolet-Produktion in Ungarn

Autoproduktion wächst

— 17.04.2008

Positive Prognose

Droht uns wegen der stetig steigenden Autoproduktion der weltweite Verkehrskollaps? Laut einer Studie werden 2015 bereits jedes Jahr 83 Millionen Autos vom Band rollen. Auch deutsche Hersteller profitieren davon.

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wächst unaufhaltsam. 2015 werden weit über 83 Millionen Fahrzeuge von den Bändern laufen, ein Plus von 23 Prozent gegenüber 2007. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Essener Marktforschungs-Institut R. L. Polk jetzt in Auszügen vorgestellt hat. Demnach wird das Wachstum in Asien mit über 36,5 Millionen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen und damit rund 30 Prozent mehr besonders dynamisch ausfallen. Aber auch in Amerika (+15 Prozent) und Europa (+19) wird die Produktion deutlich ansteigen, wobei die Hauptdynamik in diesen Regionen aus Südamerika (+50 Prozent) beziehungsweise aus Osteuropa (+70) resultiert. Wie Transitländer, zu denen auch Deutschland gehört, diese Zunahme von Fahrzeugen auf den Straßen verkraftet, das wird in der Studie nicht geklärt.

Die Chinesen kommen unaufhaltsam

Auch in der Produktion deutet sich eine Revolution an. Hier gab es bereits 2006 eine Verschiebung der Rangfolge. Zum einen verdrängte China Deutschland von Platz drei, zum anderen löste Japan die USA als weltweit größtes Produktionsland ab. Ab 2015 werden laut Polk in China dann die meisten Pkw und leichten Nutzfahrzeuge produziert, mehr als in den USA und Japan. Für den Standort Deutschland sehen die Essener Marktforscher ebenfalls kontinuierlich wachsende Produktionszahlen voraus. Garanten dafür seien die weltweit wachsende Nachfrage nach Premiumfahrzeugen und die dynamischen Märkte in Osteuropa, speziell in Russland. So werden nach knapp 5,8 Millionen im vergangenen Jahr in 2015 fast
6,4 Millionen neue Fahrzeuge aus deutschen Fabriken rollen. "Dieses Plus von zehn Prozent zeigt, dass der Produktionsstandort Deutschland aktuell und auch in absehbarer Zeit nicht gefährdet ist", erklärt Polk-Chefanalyst Ulrich Winzen.

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