Autorabatte

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— 05.07.2004

Hochsaison für Schnäppchenjäger

Im Kampf um Kunden locken Händler mit Geschenken, unglaublichen Preisen und günstigen Finanzierungen.

Mit Rabatt im Kampf um die Kunden

"Na, und wie gehen die Geschäfte?" Diese Frage vermiest wohl jedem Autohändler den Tag. Im Mai lagen die Neuwagenbestellungen 18 Prozent unter denen des Vergleichsmonats des Vorjahres. Seit vier Jahren gibt der Markt permanent nach. Betroffen sind nahezu alle Hersteller, selbst der ewige Bestseller VW Golf verkauft sich nicht mehr von selbst. Wie locke ich den Käufer in mein Autohaus?, fragen sich nun viele Händler. Und finden teilweise sehr skurrile Argumente.

Mercedes gibt Torschützen Rabatt auf Gebrauchte (siehe Seite 4/5). Ford lockte mit hochwertigen Fußbällen für eine Probefahrt. Mittlerweile sind 74.000 unters Autovolk gebracht. Fiat spendiert jedem eine Zeichentrick-DVD "Findet Nemo", der mit dem Idea auf Tour geht – kaufen muss hier keiner. Ebenfalls auf Tierliebe setzt ein Suzuki- Händler in Leipzig: Eine Probefahrt im neuen Liana wird mit einer Eintrittskarte in den Leipziger Zoo belohnt. Wer den Wagen kaufen will, bekommt eine Finanzierung zu 0,01 Prozent.

Geld zieht immer immer im Kampf um den Kunden. Ein VW-Händler in Bernburg (Sachsen-Anhalt) bietet einen Golf 1.4 Trendline mit zwei Türen für 13 490 Euro an, also knapp 3000 Euro unter Listenpreis. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein Reimport- Auto, wie der VW-Partner betont. Tatsächlich aber, so der Verkäufer, wird dieses Auto mit magerer Serienausstattung kaum bestellt. Meistens wünschen Kunden weitere Extras wie etwa Metalliclack.

Sparen mit dem neuen Auto

In Hamburg tritt ein VW-Händler gegen den Benzinpreis an: Wer einen Golf V bestellt, erhält dazu 1000 Liter Kraftstoff, es muss hier der Listenpreis bezahlt werden. Bis zu 7000 Euro legt ein anderer VW-Partner auf den DAT-Preis für den Eintauschwagen, sofern der Kunde einen Sharan wählt. Man muss kein Experte sein, um diese Angebote als Zeichen der Krise zu bewerten.

Viele sind verunsichert, fürchten weitere finanzielle Belastungen, teilweise auch Arbeitslosigkeit. Und sparen ... die Wirtschaft kaputt. Einen intelligenten Ausweg aus diesem Teufelskreis glaubt Opel-Vorstandsvorsitzender Carl-Peter Forster zu kennen: "Der beste Weg, um zu sparen, ist ein neues Auto."

Immerhin geht die jüngste Technik mit dem Kraftstoff sparsamer um und lockt oft mit Steuererleichterungen und für einige Zeit auch Steuerbefreiung. Opel rechnet daher bei zahlreichen Modellen so lange, bis attraktive Leasingraten unterm Strich stehen. Ein Vectra mit 147 PS und Tageszulassung belastet dann das Budget etwa so stark wie die Karte für das Fitness-Center: 81 Euro pro Monat bei 25 Prozent Anzahlung. Neugierig geworden? Dann mal los zum Händler...

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