Autos des Jahres 2009

Autos des Jahres 2009

— 29.09.2009

Das ist mein Lieblingsauto!

Sechs AUTO BILD-Redakteure küren ihr persönliches Auto des Jahres 2009. Und liefern durchaus überraschende Wahlergebnisse. Vom Skoda Yeti, über den Nissan 370Z bis zum Toyota Prius ist alles dabei ...

AUTOBILD-Redakteur Uli Holzwarth mag den Skoda Yeti, weil er ein rauer Typ mit sanftem Charakter ist: "Der Yeti lebt. Reinhold Messner hat recht und wäre sicher begeistert. Im Gegensatz zum Himalaya- Hirngespinst ist der böhmische Yeti nämlich real. Und er macht es einem leicht, ihn zu mögen. Trotz des rustikalen, kantig-entschlossenen Auftritts hat der Skoda nichts Aggressives. Im Gegenteil, eigentlich guckt er für einen SUV ausgesprochen freundlich in die Welt. Luftiges Interieur, übersichtliches Cockpit, wohnliche Materialien, saubere Verarbeitung – hier reisen wir gern. Auch die praktischen Talente des kleinen Ost-Riesen sind beachtlich, die drei Einzelsitze im Fond lassen sich verschieben oder ganz herausnehmen. Dann passen in den der Yeti 1760 Liter – für mich ganz klar der schönere Roomster".

Wolfgang König: "Der Mercedes E 250 CDI kann fast alles"

"Jetzt bitte nicht kichern dahinten. Natürlich hätte ich so was wie den Nissan GT-R wählen können. Oder den Porsche Panamera. Den Golf GTI zum Beispiel, oder so ein kleines Cleverle wie den Toyota iQ. Tue ich aber nicht. Vielleicht ist es das Alter, aber mein Herz schlägt für den Mercedes. Sparen Sie sich Ihr Mitleid, denn ich habe meine Gründe. Zugegeben, es ist nicht das Aussehen – so wie die Designer diese Hinterbacken an die Seiten würgten, kann ich ihn nicht wirklich schön finden. Und innen mögen optionsweise noch so viele Kuhhäute den Raum tapezieren: macht mich nicht an. Nein, der Reiz des Benz ist tiefgründiger. Die E-Klasse ist fahraktiv und kein Schwammerl, und dennoch folgt sie nicht dem grassierenden Sportlichkeitswahn: wohltuend".

Jan Horn: "Der Nissan 370Z bietet großen Sport für kleines Geld"

"Im Nissan 370Z geht es nicht um Luxus und Lounge-Atmosphäre, da wird noch die reine Lehre vom Fahren vertreten".

"Z wie zornig, zupackend, zackig. Nissans Breitensportler 370Z macht mich auf allen Ebenen an, lässt keinen meiner Sinne unberührt. Das beginnt schon bei der Optik. Scharf wie ein Samurai-Schwert und kraftvoll wie ein Sumo-Ringer brennt er mir das Z auf die Netzhaut. Lange Schnauze, kleine Pilotenkanzel, knackiger Po – so muss ein Sportwagen aussehen. Und dass seit Neuestem überall ein bisschen vom legendären GT-R durchscheint, kann den Z-Liebhabern nur recht sein. Zackig wie Zorro fegt der Japan-Jet um die Ecke. Wer seine durchgeknallten Minuten erlebt, schaltet ESP ab und malt mit kreischenden Reifen ein großes schwarzes Z auf den Asphalt. Klar, dafür muss man zupacken können".

Dirk Branke: "Der BMW Z4!"

"Autos müssen offen sein. Mehr noch: Ganz privat halte ich die Erfindung verlöteter Karossen für eine der schlimmsten Fehlentwicklungen der Autogeschichte. Doch jetzt kommt der Z4, wandelt traumhaft sicher über den Grat zwischen offen und zu, zwischen Sport und Komfort, zwischen Größe und knackiger Frische - und ich bin hin und weg. Wenn das Blechdach so gut gemacht ist, nehme ich die Vorteile gern in Kauf. Denn der Z4 sieht auch geschlossen großartig aus, so was ist ganz selten. Das Dach isoliert natürlich bei Wind und Wetter besser. Überhaupt, der Komfort: Der Z4 ist zwar schlank und elegant, hat aber genügend Platz auch für angegraute Menschen wie mich. Und er martert meine angegriffene Bandscheibe nicht zu sehr".

Gerald Czajka: "Der Golf GTD sorgt für gute Stimmung, säuft aber nicht"

Im Golf GTD gibt es das "Willkommen-zu-Hause"-Gefühl. Langweilig wird er trotzdem nicht, sagt Gerald Czajka.

"Was ist das? Sieht aus wie ein GTI. Fährt wie ein GTI. Klingt aber nicht wie ein GTI. Ganz einfach: der Golf GTD. Oder anders ausgedrückt: der etwas schlauere GTI. Denn der Golf mit dem 170 PS starken Zweiliter-TDI-Herz unter der Haube versorgt uns zuverlässig mit einem brodelnden Überschuss an Glückshormonen, ohne uns an der Zapfsäule das Geld aus dem Portemonnaie zu saugen wie ein Vampir. Zugegeben, der Eintritt in diesen automobilen Vergnügungspark (mindestens 27 475 Euro) verlangt schon eine gewisse Schwindelfreiheit – und vom zuständigen Bankbeamten gute Nerven. Doch der Dieselbrenner zahlt jeden Euro zurück. Garantiert".

Margret Hucko: "Der Toyota Prius hat sich lautlos in mein Herz geschlichen"

Entspannte Fahrerin serienmäßig. Wer im Prius nicht lächelt, hat selber schuld, meint Margret Hucko.

"Einfach mal nichts hören. Nichts, außer dem Rascheln von burgunderroten Herbstblättern. Nichts, außer dem Flügelschlag der vorbeiziehenden Gänse. Das kommt Ihnen zu kitschig vor? Dann stoppen Sie hier und jetzt an dieser Stelle. SOFORT, sonst macht Sie eine Überdosis Rosa womöglich farbenblind. So wie mich, denn ich pflege ein schwer verklärtes, beinahe romantisches Verhältnis zum Toyota Prius. Vor allem, wenn er im Elektromodus lautlos seines Weges fährt. Diese Stille! Purer Luxus! Wie ein Kaschmirschal, der die Haut streichelt, legt sich die Lautlosigkeit auf meine Lauscher. In der dritten Generation perfektionierten die Japaner den Hollywood-Hybriden. Indem sie die Leistung von Elektro- (82 statt 68 PS) und Benzinmotor (99 statt 77) herauf- und den Verbrauch gleichzeitig herunterschraubten".

Mehr zu den Lieblingen der AUTO BILD-Redakteure steht oben in der Bildergalerie!

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