Autos nach der Hochwasserkatastrophe

Autos nach der Hochwasserkatastrophe Autos nach der Hochwasserkatastrophe

Autos nach der Hochwasserkatastrophe

— 22.08.2002

Sind die noch zu retten?

Die Sintflut-Schäden sind noch nicht absehbar – das gilt auch für zahlreiche Autos.

Schon die einfache Kasko zahlt

Europa versinkt im Wasser, Menschen verlieren Hab und Gut. Glück im Unglück, wenn es nur das Auto erwischte, obwohl die Sintflut hier größte Schäden anrichten kann. Doch anders als bei Haus und Habe kommt beim Auto schon die einfache Kasko für die Überflutungsschäden auf. Und die besitzt fast jeder Autofahrer. Doch selbst wenn die Versicherung zahlt, kann noch lange nicht der Wagen fachgerecht repariert werden.

Fraglich ist, wie lange das Auto im Wasser geparkt hat, wie hoch der Pegel stand und was der Motor abbekommen hat. Übersteigen die Reparaturkosten den Fahrzeugwert, liegt ein Totalschaden vor. Nach Einigung mit der Versicherung wird das Fahrzeug vermutlich bald in den Osten exportiert werden.

Wenn Arbeitszeit ein vernachlässigbarer Kostenfaktor ist, könnte eine Reparatur noch lohnen. Allerdings auch dann nur, wenn ein zweiter Wagen, etwa ein Unfall-Auto, als Ersatzteillager zur Verfügung steht und kaum teure Neuteile benötigt werden.

Auf keinen Fall den Motor starten

Stand der Wagen nur kurz unter Wasser, kann die Innenausstattung eventuell noch gereinigt werden. Vor allem Leder ist sehr widerstandsfähig, Holz lässt sich einfach abputzen, bei Stoffbezügen wird es komplizierter. Selbst wenn alles sauber wird, bleibt noch lange ein unangenehmer Geruch im Innenraum zurück.

Teuer und bei neueren Autos auch kompliziert wird es, wenn Elektrik und Elektronik beschädigt wurden. Diese Bauteile müssen unbedingt getauscht werden, bei sicherheitsrelevanten Teilen, wie etwa dem Airbag, kommt auch der begnadetste Bastler nicht um Neuware herum. Ob der Wagen nach der Reparatur jemals wieder einwandfrei funktioniert, darf selbst bei Profi-Schraubern bezweifelt werden. Eine klapperfreie Fahrt ist auch nicht mehr zu erwarten.

Der Motor hat gute Überlebenschancen – sofern er kein Wasser angesaugt hat. Dann ist nämlich die Einspritzanlage verunreinigt – und ein Fall für die Werkstatt. Heißt in der Praxis: Ein Auto, das unter Wasser stand, darf auf keinen Fall gestartet werden.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.