Autosalon Genf 2011: VW-Abend

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Autosalon Genf 2011: VW-Konzernabend

— 28.02.2011

Tradition 2.0

VW läutet Europas Automessen traditionell mit dem Konzernabend ein. 2011 bei der Familienfeier in Genf am Start: Seat IBX, Lamborghini Aventador und der neue VW Bulli.

Krachender Rock, harte Beats, wilde Hip Hop-Tänzer: Nein, wir sind nicht bei einem hippen Musikfestival, sondern beim traditionellen Schaulaufen des nicht weniger traditionsreichen VW-Konzerns, mit dem die Wolfsburger den Autosalon Genf 2011 einläuten. Was hier neu ist? Vor allem das blutjunge VW-Designteam. Das hat den Star des Abends auf die Räder gestellt: den neuen VW Bulli. Keinen zuverlässigen Lastesel, sondern einen feschen Lifestyle-Transporter in Bicolor-Optik. Mit sechs Sitzplätzen, viel Platz für Snowboard und Co und einer integierten Dockingstation fürs iPad. Der kleine Bruder des Multivan bewegt sich flüsterleise. Ein 85 kW starker Elektromotor treibt ihn an, für 300 Kilometer Reichweite soll die 40 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie gut sein. Freizeit und Beruf komplett ohne CO2-Emissionen? Das wird mit dem neuen Bulli bald Realität. Sagt VW. Und ist mächtig Stolz darauf, dass der Elektro-Cruiser optisch den Bogen zum seligen T1 schlägt.

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VW-Entwicklungschef Dr. Ulrich Hackenberg stellt den neuen Bulli vor. Mit einem Lächeln. "Drive a smile" heißt das bei VW heute. Die potentielle Kundschaft ist jung, klar. Bleibt nur zu hoffen, dass VW die Preise für das Surfmobil so gestaltet, dass ebendiese jungen Leute es sich auch leisten können. Davon abgesehen ist der Wolfsburger aber definitiv eine der coolsten Neuigkeiten des Genfer Salons 2011. Wobei auch der Rest der VW-Truppe eine gute Figur macht. James Muir von Seat hat was für Frischluftfreunde mitgebracht, die Studie IBX. Hinter dem Kürzel verbirgt sich ein schicker Crossover, der einen nicht nur überallhin an die frische Luft bringt, sondern dieselbe mit seinem Hybrid-Antrieb auch noch schont. Gerade mal 2,9 Liter soll der IBX auf 100 Kilometer verbrauchen und weniger als 70 Gramm CO2 ausstoßen. Der dynamische Spanier sieht zwar wie eine Mischung aus Seat Ibiza und Kia Sportage aus, legt aber einen flotten Auftritt hin. Der spanische Tiguan eben. Einziger Wermutstropfen: Mr. Muir verliert kein Wort zu den Chancen des IBX auf Serienfertigung.

Zum Spezial: Autosalon Genf 2011

Mit dem Vision D deutet Skoda sein zukünftiges Design an und zeigt gleichzeitig den neuen Kompaktwagen zwischen Fabia und Octavia.

Ähnlich verhält es sich bei Giugiaro. Die Studie der jüngst in die VW-Welt integrierten Italo-Schöngeister ist zumindest optisch längst kein Geheimnis mehr. Eine PR-Panne hat das kompakte Sportcoupé schon vor dem VW-Abend im Netz auftauchen lassen. Dafür wird jetzt die Frage danach beantwortet, was die Italiener sich tatsächlich unter dem Auto vorstellen. Ein Coupé mit sportlichen Ambitionen, ebenfalls gedacht für junge VW-Käufer. Aha. Polo-Coupé der Zukunft oder Sciroccos Enkel? Beides möglich. Mut zur Kante zeigt Skoda. Die schneeweiße Studie Vision D, die Skoda-Chef Winfried Vahland in die Halle fährt, steht für die Zukunft der tschechischen Marke. Weniger Sachlichkeit, her mit mehr Dynamik und Modernität. Der Vision D fährt an Front, Flanken und Heck die kommende Formensprache von Skoda spazieren. Und die ist echt schick! Besonderes Highlight: Das scharf gezeichnete Heck. Ein bisschen Alfasud im neuen Tschechen? Kann man durchaus so sehen.

6,8 Liter Verbrauch

Zukunftsmusik über Zukunftsmusik. Ganz anders der Porsche Panamera S Hybrid. Der Stuttgarter wartet zwar "nur" mit dem gleichen Antriebsstrang wie der aktuelle Cayenne Hybrid auf (Dreiliter-V6, 333 PS, kombiniert mit einem 34-kW-Elektromotor), ist aber dafür der erste serienmäßige Hybrid-Sportler weltweit, mit einem Verbrauch von knapp 6,8 Liter auf 100 Kilometer und einem CO2-Austoß von 159 Gramm. Dann endlich der große Auftritt des Lamborghini Aventador. Der Nachfolger des Murciélago ist zwar durch den ohrenbetäubenden Trommelwirbel seiner Präsentation kaum herauszuhören, dafür liest sich sein Datenblatt umso beeindruckender: 6,5-Liter-V12, 700 PS, drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Wer dieses Auto artgerecht bewegen will, sollte Valentino Balboni heißen, oder zumindest schon Erfahrung im Umgang mit italienischen Kraftprotzen haben. Grund genug für Lambo-Chef Stephan Winkelmann, ziemlich selbstbewusst ins Rund der versammelten Journalisten zu blicken. Ganz genau wie Dr. Martin Winterkorn. Der VW-Boss hat wie immer das letzte Wort und freut sich auf ein starkes Jahr für die VW-Gruppe. Willkommen in Genf!

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