Autoschilder — 30.05.2002
Die große Kennzeichenkunde
Schwarze, rote, grüne - es gibt immer mehr verschiedene Autokennzeichen. Wir erklären ihre Bedeutung.
Was haben wir uns über das neue Euro-Kennzeichen bei seiner Einführung 1995 aufgeregt. Der blaue Fleck, die krummen Buchstaben und Zahlen – nein, diese Dinger mochten wir nicht. Heute kräht kein Hahn mehr nach der Euro-Nummer. Sie ist allgegenwärtig, hängt an fast jedem Wagen. Es gab ja auch gute Gründe für die Einführung: Dieses Schild gibt es nicht allein in Deutschland – ganz EU-Europa hat ähnliche. Das soll Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen. Die Schrift-Typografie wurde eigens für deutsche Auto-Kennzeichen entwickelt. Ihr Name: FE-Schrift, heißt Fälschungserschwerende Schrift. Die Form von Zahlen und Buchstaben ist absichtlich so krumm und schief, damit Kennzeichen-Fälscher oder Autodiebe diese Nummer nicht so einfach nachmachen können. Warum immer noch Autos mit den alten Kennzeichen herumfahren? Ganz einfach: Nur neu oder wieder zugelassene Autos müssen seit dem 1. November 2000 die EU-Nummer tragen, alle anderen dürfen weiterhin mit der alten fahren.
Es gibt in Deutschland aber noch weitere Kennzeichen für Privatpersonen: • das rote Oldtimerkennzeichen 07. Wichtig: Bei Fahrten ins Ausland vorher die Versicherungsbedingungen klären • das schwarze Oldtimer- oder H-Kennzeichen • das Saisonkennzeiche • das Ausfuhrkennzeichen • das Kurzzeitkennzeichen (siehe Galerie). Ein paar Spielregeln gelten für alle Autokennzeichen: • Sie müssen reflektieren, in ihrer Ausführung der DIN 74069 entsprechen • Schmutz oder Schnee muss enfernt werden, sonst drohen zehn Euro Bußgeld • das Abkleben mit Folien, Glas oder Ähnlichem ist verboten (Bußgeld 50 Euro, ein Punkt) • wird es durch Ladung, zum Beispiel einen Fahrradträger, verdeckt, muss ein zusätzliches Schild lesbar angebracht werden.