Autovermieter rechnet mit Gewinnsteigerung

Autovermieter rechnet mit Gewinnsteigerung

— 12.04.2002

Sixt will wieder Gas geben

Der Autovermieter Sixt will nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang 2001 in diesem Jahr wieder einen Gang höher schalten.

Trotz eines stagnierenden Umsatzes solle der Gewinn um 15 Prozent zulegen, bekräftigte der Vorstand des größten deutschen Autovermieters. Dies solle vor allem durch eine Verringerung der Kosten für die Mietwagen-Flotte erreicht werden. Im vergangenen Jahr wurde Sixt vor allem durch ein schwächeres Geschäft mit Gebrauchtwagen gebremst. Der Gewinn vor Steuern ging um 17,8 Prozent auf 30,1 Millionen Euro zurück. Damit fiel der Rückgang zwar etwas geringer aus als ursprünglich erwartet. An der Börse dominierte trotzdem Enttäuschung. Der Kurs der Sixt-Aktie sank am Freitag (12.4.) um zeitweise mehr als neun Prozent auf 14,50 Euro.

Der Jahresüberschuss blieb 2001 mit 13,3 Millionen Euro um 4,7 Prozent hinter dem des Vorjahres zurück. Der Umsatz lag mit 2,34 Milliarden Euro um knapp elf Prozent unter dem des Jahres 2000 und damit in etwa im Rahmen der Erwartungen. Besonders stark sanken die Erlöse im Bereich Gebrauchtwagen-Verkauf mit minus 16,9 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass Sixt die Zahl der Mietwagen um rund zehn Prozent auf zuletzt rund 35.000 Autos verringert habe, sagte ein Sprecher. Dadurch sei auch die Zahl der verkauften Wagen gesunken. Der Umsatz durch das Vermiet-Geschäft sank um knapp neun Prozent auf 688 Millionen Euro. Zulegen konnte hingegen das Leasing-Geschäft mit einem Plus von 17,5 Prozent auf rund 230 Millionen Euro.

Im laufenden Jahr will Sixt die Kosten für die Fahrzeug-Flotte besser in den Griff bekommen. Während die Fuhrpark-Kosten in den vergangenen Jahren im Schnitt um 20 bis 25 Prozent gestiegen seien, ist für dieses Jahr nur ein Zuwachs von zehn Prozent geplant, sagte der Sprecher. Leerfahrten sollen weitgehend vermietet werden und die Verteilung der Autos auf die verschiedenen Standorte optimiert werden. Außerdem will Sixt sich stärker auf das Geschäft mit hohen Gewinnmargen konzentrieren. "Wir meinen, dass es sinnvoll ist, auf Umsatz zu verzichten wenn die Margen nicht stimmen", sagte der Sprecher.

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