Autozulieferer Delphi auf der CES 2015

Autozulieferer Delphi auf der CES 2015

— 08.01.2015

Delphi's Blick in die Zukunft

Abseits der großen Show in Las Vegas: Auto-Zulieferer Delphi stellt auf der CES drei Technologien der automobilen Zukunft vor.

Nur einen Steinwurf entfernt von den Messeständen von Audi, Mercedes und VW hat der Zulieferer Delphi seine Zelte auf der Consumer Electronics Show 2015 (CES) aufgeschlagen. Fast möchte man sagen: im Schatten der großen Autobauer. Und das trifft es eigentlich ganz gut. Denn wenn sich die Blechkönige auf ihren Pressekonferenzen für neue Technologien feiern lassen, halten sich die Zulieferer vornehm zurück. Dabei sind es oftmals ihre Technologien, für die die anderen den Applaus ernten.
Alles Wissenswerte von der Messe: CES 2015

Wird der Fahrer müde, wackelt der Sitz

Fünf Gesten kann das System deuten, mit ihnen lässt sich zum Beispiel eine Navikarte weiterwischen oder die Lautstärke regeln.

Drei Technologieträger hat Delphi mit nach Las Vegas gebracht. Zunächst einmal, das darf in diesen Tagen nicht fehlen, einen vollautomatisierten Audi Q5. Auf einer Testrunde im öffentlichen Verkehr können sich Besucher vom Talent des elektronischen Chauffeurs überzeugen. Um das Thema Fahrerablenkung geht es beim zweiten Versuchsträger. In einem Jaguar F-Type kontrollieren eine Kamera und zwei Infrarot-Sensoren ständig die Augen des Fahrers. Wie oft blinzelt er, wie konzentriert blickt er, wo schaut er hin. Mit Hilfe des sogenannten Eyetrackings soll es zukünftig dem Sekundenschlaf an den Kragen gehen. Je nach Wunsch kann bei erkannter Müdigkeit der Sitz wackeln, das Lenkrad vibrieren oder ein schriller Ton erklingen. 2016 kommt der erste Hersteller mit diesem System, wir tippen auf Audi.

CES Las Vegas 2015: Messerundgang, Teil 1

CES Las Vegas 2015: Messerundgang, Teil 1 Ford Sanc 3 CES Las Vegas 2015: Messerundgang, Teil 1 BMW M4 CES Las Vegas 2015: Messerundgang, Teil 1 Mercedes F 015

In Zukunft ist die Gestensteuerung lernfähig

Eyetracking: Schaut der Fahrer auf den Monitor, wird dieser aktiviert, blickt er auf eine bestimmte Playlist, wird diese abgespielt.

Das Prinzip des Eyetrackings nutzt Delphi auch bei der Gestensteuerung. Bislang konzentriert sich der Zulieferer auf Gesten, die sinnvoll erscheinen und nicht fahrrelevant sind. Fünf sind es momentan, zum Beispiel das Weiterwischen einer Navikarte oder eines Musiktitels oder eben die Lautstärkenregelung. Das System ist lernfähig, kann später also weitere Gesten adaptieren. Doch es hat noch einiges mehr zu bieten. Es erkennt beispielsweise den Fahrer, spricht ihn persönlich an und weiß immer genau wo er hinblickt. Schaut er auf den großen Monitor, wird dieser aktiviert, blickt er auf eine bestimmte Playlist, wird diese abgespielt. Die Kombination aus Sprach- und Blickbefehlen funktioniert schon heute gespenstisch gut. Der Serieneinsatz dieser hochkomplexen Technologie soll allerdings noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin blickt Delphi selbstbewusst in die Zukunft. Die große Stunde der auf elektronische Vernetzung spezialisierten Zulieferer, das hat die CES eindrucksvoll gezeigt, hat gerade erst begonnen.

Autor: Tomas Hirschberger

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