AvD gibt Winter-Tipps

AvD gibt Winter-Tipps

— 04.01.2010

Vorsicht, Blitzeis!

Blitzeis, überfrierende Nässe, Schneeverwehungen: Der Winter macht's dem Autofahrer nicht gerade leicht. Der AvD gibt Tipps, wie Sie auf vier Rädern trotzdem ans Ziel kommen.

Der erste massive Wintereinbruch mit stärkeren Schneefällen sorgt alljährlich für Behinderungen und Staus auf Deutschlands Straßen. Doch nach knackigen Temperaturen droht mit einem Wetterumschwung in Kombination mit Regen die nächste Gefahr: Das sogenannte Blitzeis entsteht, wenn Regentropfen beim Auftreffen auf noch frostigen Boden sofort gefrieren und die Fahrbahn in eine reine Eisfläche verwandeln. Innerhalb von Sekunden wird die Straße so zur gefährlichen Rutschbahn. Dann hilft meistens nur noch, das Fahrzeug stehen zu lassen und das Eintreffen der Streudienste abzuwarten, rät der Automobilclub von Deutschland (AvD). Bei solchen Bedingungen sind selbst Winterreifen überfordert.

Temperaturanzeige beachten

Natürlich sollten Autofahrer ihre Fahrweise generell den Wetterbedingungen anpassen und vorausschauend fahren. Beachten Sie die Temperaturanzeige im Auto regelmäßig, besonders bei der täglichen Fahrt zur Arbeit kann man so längst bekannte Informationen zum Streckenprofil nutzen. Höhenunterschiede, Brückenquerungen oder Schneisen auf Waldstrecken können ein zusätzliches Risiko bedeuten, weil sich hier schneller Glatteis bildet als auf anderen Streckenabschnitten. Bereits bei Temperaturen von drei Grad plus auf anderen Streckenbereichen kann es eng werden in diesen Abschnitten.

Risikofaktor Brücke

Wenn auf der Straße vorhandenes Wasser in Spurrillen oder Pfützen gefriert, nennen Experten das "überfrierende Nässe". Auch hier droht Ungemach. Besonders gefährlich auf Brücken ist "Reif- oder Kondensationsglätte", wenn in der Luft vorhandener Wasserdampf kondensiert und anfriert. Dabei sinkt die Temperatur der Straßenoberfläche unter den Gefrierpunkt, die Luft ist aber noch wärmer. Es droht eine Rutschpartie ohne Vorwarnung. Doch nicht nur auf Brücken, auch auf Schneematsch besteht laut AvD erhöhte Glättegefahr. Also gilt: Tempo drosseln und ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen, gleiches glt für starkes Beschleunigen oder heftiges Bremsen, sonst droht Schleudergefahr. Schleudert der Wagen bereits, sollte man die Kupplung treten, damit die Kraftübertragung vom Motor auf die Reifen unterbrochen wird.

Nebenstrecken vermeiden

Vorsicht vor allem auf Nebenstrecken: Dort wird nur selten geräumt oder gestreut. Also gut überlegen, ob eine Fahrt über eine solche Nebenstrecke überhaupt notwendig ist. Der AvD weist darauf hin, dass das Landgericht Coburg erst kürzlich entschieden hat, dass den Behörden nicht zumutbar ist, rund um die Uhr einen Winterdienst einzurichten. Der von einem Verunfallten verklagte Freistaat Bayern sei nicht verpflichtet, nachts ständig Straßen zu räumen (Az. 12 0. 241/09). Also das Auto stehen lassen oder viel befahrene und damit wahrscheinlich geräumte Straßen wählen. Ein lezter Tipp: Assistenzsysteme wie ABS oder ESP sind auf Eis und Schnee kein Allheilmittel. Der AvD warnt davor, sich ausschließlich auf die elektronischen Helfer zu verlassen. Ein umsichtiger, vorausschauender und defensiver Fahrstil ist bei schwierigen Witterungsverhältnissen nach wie vor die beste Unfallprävention.

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