Ba-Wü will Überholverbot für Lkw

Ba-Wü will Überholverbot für Lkw

— 21.11.2006

Aus für Elefantenrennen

Die baden-württembergische Landesregierung fordert ein Überholverbot für Lkw auf zweispurigen Autobahnen. "Zu radikal", meint der ADAC.

Die ständigen Elefantenrennen auf den Autobahnen ärgern die Autofahrer. Außerdem führt das langsame Überholen von zwei Lastwagen oft zu Unfällen. Nach Nordrhein-Westfalen fordert jetzt auch die baden-württembergische Landesregierung ein Überholverbot für Lastwagen auf zweispurigen Autobahnen. Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle (CDU) will das Thema bei der Verkehrsministerkonferenz am 22./23. November 2006 in Berlin erörtern. Laut Innenministerium stieg die bundesweite Zahl der Toten bei Unfällen mit Beteiligung von Lastkraftwagen zwischen Januar und September 2006 auf 120 nach 106 im Vorjahreszeitraum.

Der Auto-Club Europa (ACE) befürwortet die Initiative des Landes. Ein Überholverbot könne die Zahl der Unfälle vermindern, sagte ein ACE-Sprecher in Stuttgart: "Die Folgen von Unfällen, an denen Lkws beteiligt sind, sind ungleich schwerer als solche von Unfällen mit normalen Fahrzeugen." Auch in der Bevölkerung stoße ein solches Verbot auf große Zustimmung: Bei einer ACE-Umfrage hätten 69 Prozent von mehr als 2400 Befragten ein Überholverbot für Lkws generell auf Autobahnen oder zumindest auf zweistreifigen Autobahnen befürwortet. Der ADAC lehnt dagegen ein generelles Überholverbot ab "Das ist zu radikal und vereinfachend", sagte ein Sprecher. Ein Verbot habe zur Folge, dass der rechte Fahrstreifen komplett dicht sei und Autofahrer gezwungen wären, stets auf der linken Spur zu fahren. "Denn es wechselt niemand mehr nach rechts, wenn er weiß, dass er aus dem Schlamassel nicht mehr rauskommt."

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