Baja 300 Powerdays

Baja 300 Powerdays

— 30.07.2009

Offroad Unlimited

Insektenähnliche Buggy-Konstruktionen, gewaltige "Trophy Trucks" und giftige Motocross-Maschinen. Sandfontänen, extremes Tempo und atemraubende Sprünge. Willkommen in der Baja-Welt.

Die amerikanische Offroad-Rennserie mit dem Namen "Baja" dürfte bislang nur eingefleischtesten Motorsportenthusiasten ein Begriff gewesen sein. Doch das hat Ex-Rallye-Europameister und deutscher Baja-Teilnehmer Armin Schwarz zusammen mit Sal Fish, Präsident der Score International, vom 24. bis 26. Juli 2009 grundlegend geändert. Und infizierte mit seinem "Powerdays"-Spektakel im Tagebaugebiet in der Lausitz kurzerhand rund 20.000 Zuschauer mit dem ungezähmten Offroad-Virus. Ziel der "Powerdays" war es, die "Baja 300" vorzustellen, die im kommenden Jahr in Deutschland toben soll. Dafür griff Armin Schwarz tief in die Trickkiste und überzeugte mit einem beeindruckenden Offroad-Aufgebot mit über 30 internationalen Top-Piloten.

Jesse James, Petter Solberg und Ken Block

Jesse James, bekannt durch seine Fernsehshow "Monster's Garage", kam mit seinem Trophy-Truck in die Lausitz.

So begeisterten nicht nur amerikanische "Baja"-Helden wie B.J. "Ballistic" Baldwin oder Jesse James, sondern auch Rallyegrößen wie Gigi Galli (Italien), Petter Solberg (Norwegen), Nasser Al-Attiyah (Quatar), Armin Kremer (Deutschland) und Ken Block (USA). Und da Baja-Rennen nicht nur von vierrädrigen Querfeldeinspezialisten bestritten werden, zeigte auch gleich noch eine Schar internationaler Motocross-Stars, was man besser nicht zuhause nachmacht. Das deutsche Rennen, das im Juli 2010 stattfinden soll, erbt seinen Namen von der "Baja 1000", die international einen Ruf wie Donnerhall genießt: Das anspruchvollste Offroad-Rennen, die wenigsten Regeln, die skurillsten und prominentesten Teilnehmer. Kurzum, der wohl spektakulärste Offroad-Sport. Kostprobe: Man kann schon sein Fahrzeug nahezu so bauen, wie man will! 800 PS bei den Score-Trophy-Trucks sind Standard, 200 km/h über Stock und Stein und 70 Meter weite Sprünge auch.

Beim Überholen wird "angeklopft"

Streckenkreuzungen gab es nicht, nur Sprungschanzen!

Beim Überholen wird "angeklopft", auch in der Lausitz. Mit "Anklopfen" ist gemeint, dass man das Heck des Vordermanns rammt, um auf sich aufmerksam zu machen. Das ist schlichtweg der Tatsache geschuldet, dass keiner Rückspiegel in der Wüste braucht. Man sieht eh nichts anderes als die eigene Staubwolke. Diejenigen Offroad-VIP, die sich auf der 2.350 m langen Spezialstrecke austoben duften, hatten offensichtlich ihren Spaß. Und zwar gewaltig. Sand, Schotter, riesige Waschbretter und Bodenwellen und vor allem fiese Sprungschanzen hatten es in sich. Der Westküsten-Hero Jesse James meinte zum Spektakel in der Lausitz nur knapp: "Ich bin wie ein Löwe im Käfig. Hier wurde ich frei gelassen." Dakar-Sieger Cyril Despres staunte: "Ich habe schon viel erlebt, aber dies gehört wohl zu meinen verrücktesten Erfahrungen. Ich springe mit meiner Motocross-Maschine durchs Gelände, und lese auf Seitenscheiben unter mir plötzlich Namen wie Block, Solberg und Galli - einfach irre!". Peter Sollberg brachte es schliesslich auf den Punkt: "Wer das verpasst hat, ist selber schuld." Und wer 2010 zur Baja 300 nicht kommt, erst recht!

Autor: Ralf Becker

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