Basis-Diesel in der Mittelklasse — 22.09.2010

Ein vernünftiges Vergnügen

Mittelklasse, das riecht nach Mittelmaß. Und dann noch die jeweils kleinsten Diesel unter der Haube. Kann so was Spaß machen? Audi A4, BMW 3er, Citroën C5 und Seat Exeo beantworten die Frage.

Na toll. Deutschland Dritter bei der WM. Und ich habe den wohl langweiligsten Vergleich des Jahres geerbt. Schlichte Mittelklasse-Limousinen, kleinster Diesel, Handschaltung – was soll dabei rauskommen außer langweiligem Auslitern? Stopp! Wohl zu viel Fußball geguckt. Was Audi, BMW, Citroën und Seat in dieser Liga zu bieten haben, macht mehr Laune als das Fußball-Finale. Und eigentlich lässt sich unser Testfeld mit A4 2.0 TDI, 316d, C5 HDi 110 und Exeo 2.0 TDI auch deutlich attraktiver beschreiben: ausgewachsene Alleskönner mit genügend Leistung bei minimalem Verbrauch – wir reden hier schließlich von deutlich unter sechs Litern im Durchschnitt. Das entspricht blitzsauberen CO2-Werten um die 130 Gramm pro Kilometer. Respekt.

Überblick: Greencars bei autobild.de 

Vier Autos, vier Charaktere: Welcher Wagen hat am Ende die Nase vorn?

Ganz klar also, Spatzendurst heißt hier keineswegs Spatzenhirn. Im Gegenteil. Selbst beim Thema Leistung (109 PS bis 120 PS) fällt hier keiner durch. Allerdings unterscheiden sich die Charaktere der vier Basis-Diesel stark. Von fein (Audi) über sportlich (BMW) bis günstig (Seat) und extravagant (Citroën) reicht die Spanne. Darüber hinaus betreiben die Marken jeweils eine ganz eigene Preispolitik. Seat wärmt beim Exeo Audi-Technik auf, verwendet den Vorgänger-A4 als Basis und kann deshalb knapp kalkulieren. Den Spanier gibt es schon ab 24.790 Euro. Mit 26.950 Euro Grundpreis ist der Citroën zwar teurer als der Seat – dafür aber üppiger mit Extras bestückt. BMW und Audi kratzen ungeniert an der 30.000-Euro-Grenze – bieten nach Papierform aber keinesfalls mehr. Zusätzlicher Luxus kostet hier zusätzliches Geld. Können die Premium-Typen trotzdem punkten?

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Jan Horn

Jan Horn

Fazit

Ein sparsames Auto muss kein schwacher Wagen mit Verzichts-Beigeschmack sein. Das beweisen die vier Kandidaten eindrucksvoll. Am besten trifft der Audi die Mischung aus vernünftiger Mobilität und Spaß am Autofahren. Der teure BMW folgt dicht dahinter. Bei Citroën und Seat führen jeweils punktuelle Schwächen zu Punktabzügen. Schade, dass Seat den deutlichen Preisvorteil nicht halten kann. Höhere Folgekosten werfen ihn hier hinter den BMW.

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Erste Bilder BMW 3er Touring

Kommentare zum Artikel (137)

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Thomas
04.03.2011, 17:15Uhr

Der Seat Exeo kommt eindeutig zu schlecht weg. Sind wir mal ehrlich: so viel neues hat der Audi nun auch nicht, bis auf die LED-Leiste...aber der Audi wird wieder schöngeredet. Auch der Satz "Die Audi-Qualität ist eben besser" kann man in diesem Test nicht mehr anbringen, da der Seat ja sozusagen ein Audi ist...

emsaro
04.11.2010, 20:25Uhr

http://www.auto-motor-und-sport.de/bestenlisten/beste-autos-2010-die-sieger-in-der-Mittelklasse-1806149.html

Smarty79
28.09.2010, 12:03Uhr

@Kante: Seit MJ2010 hat das Business eigentlich die gleiche Software wie das Professional nur keinen Splitscreen und Internet.

Kante
27.09.2010, 23:56Uhr

Das Navi im 3er ist ein "Business" und nicht "Professional".
Das Display ist beim Professional größer und die Navihationssoftware sieht anders aus (besser, moderner).

Auron
27.09.2010, 16:34Uhr

@Schwyz: Wo bleibt die Quelle dieser Behauptung? Zu welchem Verlag gehörte diese Gruppe? Schaltet die VW-AG in anderen Ländern etwa weniger Werbung? Mit den 4 Volumenmarken kann das kaum möglich sein.

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