Begleitetes Fahren senkt Unfallzahlen

Begleitetes Fahren senkt Unfallzahlen

— 30.04.2007

Mit Sicherheit zu zweit

Frohe Kunde vom VDA: Der Modellversuch "Begleitetes Fahren" ab 17 Jahren hat die Unfallzahlen von Fahranfängern deutlich gesenkt.

Zu zweit lernt sich's besser. Der niedersächsische Modellversuch "Begleitetes Fahren" hat gezeigt, dass das auch aufs Auto fahren zutrifft. Seit drei Jahren läuft das Projekt, bei dem Fahranfänger ab 17 Jahren sich in Begleitung eines Erwachsenen ans Steuer setzen dürfen. Ergebnis: Die jungen Teilnehmer verursachen 40 Prozent weniger Unfälle als Fahrschüler, die den Führerschein auf "klassische" Weise erstanden haben.

Rund 1000 junge Fahrer haben laut VDA bislang am Modellversuch teilgenommen. Die Bedingungen: Fahrschüler müssen das 17. Lebensjahr vollendet haben, die Begleitperson auf dem Beifahrersitz muss mindestens 30 Jahre alt und seit fünf Jahren im Besitz eines Führerscheins sein. Natürlich darf der "Fahrlehrer" kein Verkehrsrowdy sein: Mehr als 3 Punkte in Flensburg sind ihm nicht erlaubt. Nach dem Erfolg des Projekts hat der Bundestag jetzt für eine Ausweitung gesorgt: Seit März 2006 ist es allen Bundesländern freigestellt, sich am "Begleiteten Fahren" zu beteiligen. Bis auf Baden-Württemberg sind mittlerweile alle Länder dabei.

Obwohl die Gruppe der 18- bis 20-jährigen Fahrer immer noch die meisten Verkehrsunfälle verursacht, hat sich auch hier die Lage verbessert, wie der VDA betont. Die Zahl der in Deutschland getöteten Unfallopfer dieser Altersgruppe hat sich von 1992 bis 2005 um 53 Prozent reduziert, bei der Gruppe der 21- bis 24-Jährigen liegt der Rückgang sogar bei 60 Prozent. Für den VDA steht trotzdem fest: "Jedes Unfallopfer ist eines zu viel. Die Entwicklung geht aber in die richtige Richtung."

Autor: Jan Kretzmann

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