Bell Aurens Longnose

Bell Aurens Longnose Bell Aurens Longnose

Bell Aurens Longnose

— 15.08.2008

Radikaler Bayer

Hier ist der Name Programm: Auf Basis eines Land Rover Defender II enstand der Bell Aurens Longnose. Allein die Motorhaube ist 2,10 Meter lang. Die Erfinder kommen aus Bayern und nennen ihr Einzelstück Offroadster.

Kommt hier der schärfste Land Rover aller Zeiten? Auf jeden Fall, wenn es nach den Autofanatikern Thomas Bell und Holger Kalvelage geht. Denn die beiden haben sich einen Defender II zur Brust genommen und wollen in Handarbeit und 1000 Arbeitsstunden den Bell Aurens Longnose zusammenschweißen. Erfinder Bell paarte in den professionellen Computerentwürfen der Langnase seine Liebe zu alten Land Rover-Modellen mit der Begeisterung für Rennwagen der 30er Jahre. Kennzeichen: Endlos lange Motorhauben, um die großvolumigen Motoren mit 16 und mehr Zylindern aufzunehmen. Der Longnose besteht fast zur Hälfte aus der 2,10 Meter langen Motorhaube, unter der auf Wunsch ein Rover-V8 mit mindestens 235 PS, ein V12-Panzermotor mit 750 PS oder gar ein Flugzeugmotor mit 27 Litern Hubraum und 1500 PS verbaut wird. Insgesamt stehen sechs Leistungsstufen zur Verfügung, wobei die Preisliste bei 125.000 Euro für den "kleinen" Achtzylinder beginnt. Dazu kommen Steuern und die Kosten für einen alten Defender II. Der Prototyp entsteht derzeit im bayrischen Uttenreuth bei Erlangen, angeblich gibt es bereits Anfragen aus aller Welt.

"Autofahren muss weh tun"

Der Prototyp entsteht derzeit in Handarbeit im bayrischen Uttenreuth.

Getreu dem Motto "Autofahren muss weh tun" haben die Autodidakten dem Bell Aurens Longnose den Purismus angedeihen lassen, den echte Offroadfans suchen. Das Dach fiel komplett der Flex zum Opfer, die Mini-Windschutzscheibe kann weggeklappt werden. Sturmgefahr für die Frisur ist also inklusive und gewollt. Das Ergebnis nennen Bell und Kalvelage Offroadster und schaffen damit auch gleich eine neue Fahrzeugkategorie. Hinter der langen Motorhaube mit zahllosen Kühlrippen und den prominent sichtbaren Sidepipes ist wenig Platz für zwei Passagiere, deren Stühle vor die Hinterachse rücken. Das Gepäck verschwindet hinter den Sitzen in einer Metallwanne. Auf Wunsch gibt's den Longnose als Rechts- oder Linkslenker und mit geradem oder schrägem Heck. Sicherheitsfanatiker sind hier falsch, wenn man bedenkt, dass bis zu 1500 PS auf vier Starrachsen treffen und ein seitlicher Schutz oder gar ein Dach nicht vorhanden ist. Zum Vergleich: Der aktuelle Defender – gerade feiert er seinen 60. Geburtstag – hat einen 2,4-Liter-Vierzylinder mit 122 PS. Genauso wenig wird der Longnose eine Komfortausstattung erhalten, sie widerspricht der Philosophie der Schmiede. Aber das dürfte Kunden egal sein: Mit dem Bell Aurens Longnose würden sie auf jedem Boulevard mehr Aufsehen erregen als mit einem Ferrari.





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