Bentley Continental GT Speed/Mercedes SL 65 AMG: Vergleich
— 07.01.2013
Im Rausch der Luxus-Zwölfzylinder
Das, was die Zwölfzylinder in den neuen Topversionen von Bentley Continental GT und Mercedes SL veranstalten, ist mit Worten nicht auszudrücken. Es folgt unser Versuch, es dennoch zu tun.
Lauscht man der Zukunftsmusik, die die Downsizing-Dirigenten derzeit fiedeln, müsste das, was sich hier gerade abspielt, eigentlich längst Oldie sein. Zwölfzylinder seien überholt, beteuern sie. Dumm nur, dass das mit dem Überholen diesmal schwierig werden könnte. Über 600 PS und Topspeeds bis 330 km/h. Freiwillige vor! Dabei ist das Beeindruckende an diesen beiden gar nicht mal die rein rechnerische Möglichkeit, in knapp zwei Stunden von Berlin nach München zu brettern; nicht die Erkenntnis, dass man für den Gegenwert eines Vorstadtgrundstücks hier je nur ein paar Quadratmeterchen bekommt; und auch nicht die latente Gefahr, die eigene Führerscheinkarriere binnen weniger Sekunden für immer ruinieren zu können; sondern schlicht die Mühelosigkeit, mit der sie Vortrieb emittieren.
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Der Zusatz "Speed" beschreibt den Top-Continental schon ganz gut.
Von außen kaum wahrnehmbar, kultiviert
Bentley den Zusatzstoff, der den
Conti GT nun noch berauschender macht. Speed – klingt nach Droge und trifft die Sache nicht nur deshalb ziemlich gut. Der Begriff wurzelt in der ruhmreichen Vergangenheit der 20er-Jahre und macht nun den Conti GT zum schnellsten Bentley aller Zeiten. Um 12 km/h toppt er die profane W12-Version, deren Sechsliter durch eine freizügigere, im Durchzug markiger baritönende Abgasanlage um 50 PS und 100 Newtonmetern anschwillt. 21-Zöller, geriffelte Endrohrovale und eine um zehn Millimeter abgesenkte Karosserie kennzeichnen den Speed. Preisunterschied zum Normal-W12: 17.374 Euro.
Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS
Der Kern des SL 65 AMG ist Kraftwerk, der Schub ist atomar.
Noch einen ganzen Tick gewaltiger datiert der ebenfalls doppelt geladene, nur minimal kleinvolumigere Dreiventiler des
Benz: 630 PS und ein Drehmoment, das man zum Schutz des Getriebes auf glatt 1000 Newtonmeter – kein Scherz – begrenzt. Im Unterschied zum Continental jedoch, der den Speed aus einer feisten Basis züchtet, steht der Zwölfzylinder-
SL seit der Pensionierung des 600ers für sich selbst. Mit dem nächstkleineren 63er verbinden ihn nicht mehr als weite Teile des AMG-Stylings und die Sprintwerte, die enger beisammenliegen, als es fast 79.000 Euro Preisunterschied vielleicht vermuten lassen.
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Bentley Continental GT Speed, Mercedes SL 65 AMG
Veröffentlicht:
04.01.2013
| Technische Daten |
Bentley |
Mercedes |
| Motor |
W12, Biturbo |
V12, Biturbo |
| Hubraum |
5998 cm³ |
5980 cm³ |
| kW (PS) bei 1/min |
460 (625)/6000 |
463 (630)/4800-5400 |
| ECE-Normverbrauch auf 100 km |
14,5 l Super Plus |
11,6 l Super Plus |
| 0-100/0-200 km/h |
4,2 s/k.A. |
4,0/11,8 s |
| Höchstgeschwindigkeit |
330 km/h |
250 km/h (abgeregelt) |
| Preis Serienfahrzeug ohne Extras |
204.561 Euro |
236.334 Euro |
Autor:
Stefan Helmreich
Fazit
Ob es Zwölfzylinder noch lange geben wird, steht in den Sternen. So lange es sie aber gibt, sind diese beiden ihre Stars. Schillernd, glamourös, überirdisch. Der SL sprintet galaktischer und wirkt agiler als der Bentley, der – thank god – auch auf Speed ein GT bleiben darf.
Kommentare zum Artikel (2)
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Der Bentley ist nicht nur exklusiver, sondern auch praktischer und edler.
Er ist ein 4 Sitzer und auch als Cabrio zu haben - welches meiner Meinung nach das passendere Modell gewesen wäre, der SL ist ja auch ein Cabrio.
Aber sowieso hätte der CL 65 AMG viel eher zum Vergleich mit dem Bentley gepasst.
Ich denke nicht, dass es zu einer Kaufentscheidung zwischen Bentley Continental GT oder SL 65 AMG kommen würde, sondern eben eher zwischen GT und CL.
Der obige Vergleich beruht einzig und allein auf dem Motor - 12 Zylinder, ca. 6 Liter Hubraum und um die 630PS.
Da könnte man auch gleich einen Ferrari Enzo Ferrari mit ins Boot holen können!
Würde mich für den Bentley entscheiden. Der ist einfach exklusiver.