Bentley Mulsanne Facelift: Sitzprobe

Bentley Mulsanne Facelift (Genf 2016): Sitzprobe

— 23.02.2016

Neues Gesicht für den Mulsanne

Für den facegelifteten Bentley Mulsanne gibt es eine neue Nase, schnelles Internet an Bord und eine Langversion. AUTO BILD macht die Sitzprobe!

Sechs Jahre nach Markteinführung war die Zeit nun reif für eine Frischzellenkur für den großen Bentley. Dazu gehört neben Karosserie-Kosmetik vor allem ein technisches Upgrade, das den Mulsanne bei Fahrerassistenz und Infotainment zum neuen SUV Bentayga aufschließen lässt – nicht auszudenken, wenn ausgerechnet das Topmodell gegen seine kleineren Geschwister plötzlich alt ausähe! Um dies auch optisch zu vermeiden, hat Bentleys neuer Chefdesigner Stefan Sielaff die noch unter seinem Vorgänger Luc Donckerwolcke begonnene Nasenkorrektur vollendet. Der bisher schon mächtige Kühlergrill ging um weitere acht Zentimeter in die Breite und flößt Vorausfahrenden gewaltigen Respekt ein, wenn er mit seiner glänzenden Gitterstruktur formatfüllend im Rückspiegel auftaucht. Pseudo-Chrom gibt es bei Bentley übrigens nicht: Alles, was funkelt, ist echtes Metall. Außerdem müssen 2,6 Tonnen Leergewicht ja irgendwie zusammenkommen!

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Durch die beiden auf gleicher Höhe stehenden Frontscheinwerfer mit adaptiver LED-Technik haben die Designer dem Mulsanne das "Schielen" abgewöhnt. Und da am ebenfalls mild retuschierten Heck neue Leuchten mit Lichtleitern in "B"-Optik glimmen, wissen die Überholten zukünftig auch in der Nacht, wer gerade an ihnen vorbeigeschossen ist. Dafür, dass das ziemlich leise geschieht, sorgt neue Reifentechnologie. Eine spezielle Schaum-Einlage im Inneren der 20 Zoll großen Gummiwalzen absorbiert Abrollgeräusche und senkt den Pegel im Innenraum um 4 Dezibel (A), versprechen die Entwickler.

Langversion kommt auf 5,83 Meter

Die Langversion des Mulsanne ist 25 Zentimeter länger. Dieser Größengewinn kommt den Fond-Passagieren zugute.

Kunden, die lieber fahren lassen, bekommen statt des Standardmodells nun auch eine Langversion, die dank eines um 25 Zentimeter gestreckten Radstands auf 5,83 Meter Gesamtlänge wächst. Der Zuwachs kommt vollständig den hinten Reisenden zugute. Sie können wie im Business-Flieger auf Liegesitzen mit Fußstützen lümmeln und in der Bordbar nach Kristallgläsern und einem Fläschchen Schampus angeln. Vorhänge zuziehen? Knopfdruck genügt! Wer lieber arbeitet, kann das neue Infotainment nutzen – ab sofort ist der Luxus-Bentley voll vernetzt. Online gehen, Mails empfangen oder Videos streamen: All das funktioniert per Touchscreen (neu!) im Armaturenbrett oder über zwei 10,2 Zoll große Tablets, die sich aus den Rückseiten der Vordersitze ausklinken lassen. Sie bieten über eine Bentley-eigene Schnittstelle Zugriff auf mehr als eine Million Android-Apps und können auch außerhalb des Fahrzeugs verwendet werden.

Bentley Mulsanne Facelift: Sitzprobe

Sonderwünsche erfüllt Mulliner

Der Touchscreen-Bildschirm im facegelifteten Bentley Mulsanne misst acht Zoll und ist an eine 60GB-Festplatte gekoppelt.

Der Innenraum ist eine Orgie aus exquisiten Materialien. Für die handschuhweiche, herrlich duftende Lederausstattung mussten 17 Bullen ihre Haut drangeben – aus Skandinavien übrigens, weil die Weiden dort nicht mit Stacheldraht eingezäunt sind, der hässliche Narben hinterlässt. Erlesene Hölzer und massive Metallbeschläge sind ein Fest für Augen und Fingerkuppen. Mini-Sterne lässt Bentley, anders als Rivale Rolls-Royce, am Dachhimmel zwar keine funkeln, aber wer in der regulären Aufpreisliste nicht das Passende findet, kann sich vertrauensvoll an die hauseigene Delikatessenabteilung Mulliner wenden. Dort macht man auch ausgefallene Sonderwünsche möglich.

Plug-In-Hybrid in Planung

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Edle Briten unter sich

Bevor in einigen Jahren ein Plug-in-Hybrid erscheint, sorgt der bekannte, exklusiv im Markenflaggschiff eingesetzte Biturbo-V8 weiterhin allein für Vortrieb. Die Kraft, die aus der Tiefe seiner 6,75 Liter Hubraum und den beiden angeflanschten Turboladern kommt, genügt, um trotz des Übergewichts die Physik teilweise aus den Angeln zu heben. Wem 512 PS, 1020 Newtonmeter und 296 km/h Spitze noch zu wenig sind, der kann zum "Speed"-Modell greifen, das mit 537 PS bis zu 305 km/h schafft und in unter fünf Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Die versprochenen 14,6 Liter Verbrauch kann man dann freilich vergessen. Sie dürften den Kunden sowieso egal sein. Auch nach dem Preis werden die wenigsten fragen. Bentley gibt darauf auch keine Antwort. Bisher hat der Mulsanne 297.191 Euro (Speed: 323.918 Euro) gekostet.

Bentley Mulsanne Speed

Autor: Martin G. Puthz

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