Bentley und Bugatti: Speed Six und Galibier

Bentley und Bugatti: Zukunft

— 01.06.2016

Das planen Bentley und Bugatti

Ein Mulsanne als Kleinserien-Cabrio, der Bugatti Galibier und ein Chiron-Roadster: Bugatti-/Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer hat ehrgeizige Pläne!

Fast vier Jahre ist es her, dass Bentley einem ausgesuchten Kreis von Kunden und Journalisten beim Concours d'Elegance 2012 im kalifornischen Pebble Beach ein imposantes Cabriolet auf Basis des Spitzenmodells Mulsanne gezeigt hat. Es war ein Herzensprojekt des damaligen Markenchefs Wolfgang Dürheimer – und wurde kurz nach seinem Wechsel zu Audi von seinem Nachfolger Wolfgang Schreiber kassiert.
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So sieht der AUTO BILD-Zeichner ein Cabrio auf Basis des Bentley Mulsanne.

Inzwischen steht Dürheimer erneut an der Spitze von Bentley und Bugatti – und das große Cabriolet dürfte noch einmal eine Chance bekommen. Doch bis dahin dürften noch vier bis fünf Jahre verstreichen. Auch auf der aktuellen Basis könnte es noch ein Cabriolet geben: "Wir untersuchen, ob wir uns über die Mulliner-Division noch einmal heranwagen", verrät Dürheimer. "Wir reden dann über 20 Autos für absolute Connaisseure zu einem sehr hohen Preis", so der CEO im Interview. Pro Exemplar dürften dann wohl mindestens eine Million Pfund (1,3 Millionen Euro) fällig werden.

Bentley Continental GTC V8 S (2016): Bentley By Blake

Der 6,75-Liter-V8 hat ausgedient

Dürheimer bestätigt auch, dass der altehrwürdige 6,75-Liter-V8 – eine Konstruktion mit der Leistungscharakteristik und Akustik einer Dampfmaschine, die noch auf die 50er-Jahre zurückgeht – im aktuellen Mulsanne seine letzte Wirkungsstätte finden wird. "Dieser Motor wird mit dem existierenden Mulsanne seine finale Heimat finden. Danach soll auch unser Flaggschiff einen Zwölfzylinder-Motor bekommen", so Dürheimer.

Bentley Bentayga (2015): Fahrbericht

Die Studie Bentley EXT 10 Speed 6 könnte bald in Serie gehen.

Abwarten heißt es beim Bentley Speed Six, jenem relativ kompakten Supersportwagen auf MSB-Architektur, der Anfang 2015 als Studie zu sehen war. "Wir sind intensiv daran, das Auto für eine Entscheidung vorzubereiten", sagt Dürheimer und ergänzt: "Er käme als zweisitziges Coupé, in der technischen Konzeption ist jedoch auch ein Roadster berücksichtigt, und in der Sequenzierung käme das Auto auf jeden Fall nach dem nächsten Continental."

Bei Bugatti wird über den Chiron hinaus geplant

Ein Bugatti Galibier, ähnlich wie dieses Konzept? Die Machbarkeit wird untersucht.

Bei Bugatti wiederum macht man sich bereits Gedanken, wie es nach der Markteinführung des 1500 PS starken Chiron weitergehen soll. "Zur weiteren Entwicklung der Marke laufen intensive Überlegungen", sagt Dürheimer und präzisiert: "Wir haben einen Strategiekreis eingerichtet und untersuchen vier Alternativen, durchgängig spannende Ansätze und interessante technische Konzepte. Der Galibier ist eine davon. Modellpolitisch gehen wir grundsätzlich sequenziell vor. Wir wollen keine zwei Baureihen herstellen, sondern es geht darum, welches Produkt nach dem Chiron kommt."

Bugatti Veyron 16.4 Gran Sport Vitesse: Fahrbericht

Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse

Eine leistungsgesteigerte Version des Chiron ist ebenfalls denkbar.

Es könnte übrigens sein, dass Bugatti sich nach dem Chiron auch nach unten entwickelt – mit einem V8-Supersportwagen, der McLaren das Fürchten lehrt. Der Galibier wiederum käme als extrem leistungsstarke Luxuslimousine mit W16-Frontmotor; als größte Herausforderung gelten hier die Proportionen. Bis dahin jedoch kommen auch noch Varianten des Chiron auf den Markt. Eine auf weit mehr als 1500 PS leistungsgesteigerte Variante ist keinesfalls ausgeschlossen – und eine Roadster-Version gilt als ausgemacht. Ob die ein T-Bar-Dach mit Mittelsteg braucht, um die schöne Atlantic-Linie beizubehalten? "Das haben Sie sehr genau beobachtet", sagt Dürheimer.

So steht der Bugatti Chiron da

Wie sieht es mit alternativen Antrieben aus?

Auf eine Innovation legen Bentley und Bugatti momentan keinen gesteigerten Wert – nämlich die Wasserstoff-Technologie. Ob sie für seine Kunden ein Thema sei? Dürheimers trockene Antwort: "Ich halte die Brennstoffzelle für eine wichtige Energiequelle. Am liebsten im Erd- oder Kellergeschoß eines Hauses, wo man sie nicht beschleunigen oder abbremsen muss."

Autor: Jens Meiners

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