Benzinpreis-Statistik 2005

Benzinpreis-Statistik 2005

Benzinpreis-Statistik 2005

— 30.12.2005

Mehr als 100 Preisrunden

Das Auf und Ab bei den Spritpreisen wird immer hektischer: Allein 2005 wurde mehr als 100 Mal erhöht. Auch 2006 bleibt's teuer.

Benzinpreis hob mit "Katrina" ab

Die deutschen Mineralölunternehmen haben 2005 nach einer Statistik des Marktführers Aral mehr als 100 Mal die Preise erhöht. Den 106 Tagen mit Erhöhungen standen 199 Tage mit Preissenkungen gegenüber, erklärte die Aral AG. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit 16 zusätzliche Preisrunden sowie im September nach dem Hurrikan "Katrina" den höchsten Preis überhaupt mit 1,46 Euro für den Liter Superbenzin.

Im Verlauf des Jahres erhöhte sich der Preis für Super von 1,10 Euro (Monatsdurchschnitt Januar) auf 1,24 Euro je Liter am 29. Dezember. Diesel stieg von 96 Cent auf 1,10 Cent je Liter. "Die Entwicklung verlief weitgehend analog zu den Rohöl- und Produktpreisen am europäischen Großmarkt in Rotterdam", heißt es in der Aral-Mitteilung. Nach "Katrina" hätten sich die Benzinpreise aber zeitweise von den Rohölpreisen abgekoppelt. Die ausgefallenen Raffinerien am Golf von Mexiko hätten zusätzliche drastische Preissteigerungen beim Benzin nach sich gezogen.

Takt der Verteuerung verdoppelt

Laut Aral weisen die häufigen Preisbewegungen auf einen nochmals intensiveren Wettbewerb auf dem deutschen Benzinmarkt hin. "Der Wettbewerb macht Preiserhöhungen auf Grund der häufigen Senkungen in immer kürzeren Abständen erforderlich", hieß es. "Ohne die immer wiederkehrenden Erhöhungsversuche hätte die gesamte Branche, große wie kleine Anbieter, extreme Verluste gemacht."

Im Vergleich zu 1999 hat sich der Markttakt ungefähr verdoppelt: Statt einer Preisrunde pro Woche gibt es zwei. Dennoch habe die Branche mit dem Kraftstoffverkauf an der Tankstelle nur eine "schwarze Null" geschrieben und ihr Ziel von einem halben bis einem Cent Gewinn je Liter verfehlt.

Unterdessen müssen die Verbraucher in Deutschland und anderen Industrieländern nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) auch 2006 auf hohe Öl- und Spritpreise gefasst machen. "Die Energiepreise könnten etwas zurückgehen, aber grundsätzlich werden sie auf einem hohen Niveau verharren", sagte IEA-Chefökonom Fatih Birol der "Berliner Zeitung". 2005 habe europäisches Rohöl im Durchschnitt 55 Dollar je Faß gekostet. Nur wenn es gut laufe, könnte der Durchschnittspreis auf 50 Dollar sinken.

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