Beteiligung von Porsche an Volkswagen

Beteiligung von Porsche an Volkswagen

— 12.10.2005

VW pocht auf Eigenständigkeit

Der Porsche-Einstieg bei VW ist perfekt. Ein Grundlagenvertrag soll die Möglichkeit von Kooperationen mit anderen Herstellern regeln.

Volkswagen erhofft sich von der künftigen engeren Kooperation mit Porsche Einsparungen von rund einer Milliarde Euro. Die endgültige Höhe dürfte von den gemeinsamen Projekten abhängen, sagte Konzernchef Bernd Pischetsrieder in einer Telefonkonferenz. Details möglicher Kooperationen nannte er nicht. Porsche erwartet Einsparungen in ähnlicher Größenordnung. Volkswagen und Porsche wollen einen Grundlagenvertrag über ihre Kooperation beschließen. Ziel sei ein "fairer Interessenausgleich für die zukünftige operative Zusammenarbeit mit Porsche".

Europas größter Autobauer will sich durch den Einstieg von Porsche Partnerschaften mit anderen Autoherstellern nicht verbauen. "Es gibt keine Exklusivität, Volkswagen muß die Freiheit für weitere Kooperationen in anderen Segmenten mit anderen Partnern haben", sagte Pischetsrieder. Er verwies auf bereits laufende Gespräche mit Chrysler über den Bau eines Minivans für den US-Markt. Darüber hinaus gebe es Kontakte mit anderen Partnern, über die noch nicht berichtet worden sei, fügte Pischetsrieder hinzu. Der VW-Chef hob hervor, daß die Partnerschaft mit Porsche von finanziellem Nutzen auch für Volkswagen sei, da dadurch die eigenen Kapazitäten besser genutzt würden. Vor allem das Stammwerk in Wolfsburg gilt als schlecht ausgelastet. Die erwarteten Einsparungen bei Fix- und Entwicklungskosten durch den Einstieg von Porsche bezifferte Pischetsrieder nicht.

Die Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Sportwagenbauer soll weiter vertieft werden. Pischetsrieder sagte, es sei geplant, nicht nur bei einzelnen Modellen, sondern auch bei Modulen und Komponenten zusammenzuarbeiten. VW baut für Porsche bereits die Karosserie des erfolgreichen Geländewagens Cayenne. Auch bei der Entwicklung eines Hybridmotors, einer Kombination aus Elektromotor mit einem herkömmlichen Verbrennungsaggregat, wollen beide kooperieren. Porsche hat sich fast 19 Prozent des Stammkapitals von VW gesichert und steigt damit vor dem Land Niedersachsen zum Hauptaktionär auf.

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